Pépé sticht wieder: doppelte antwort auf frühere kritik!

Nicolas Pépé hat bewiesen, dass er noch lange nicht abgeschrieben ist. Nach einer Phase tiefer Selbstzweifel und öffentlichen Kritik feiert der Stürmer eine beeindruckende Renaissance im Trikot der Elfenbeinküste und des FC Villarreal. Sein Doppelpack gegen Curazao katapultierte sein Team in die K.o.-Runde der Weltmeisterschaft und markiert einen Wendepunkt in einer Karriere, die kurz vor dem Abbruch stand.

Von millionen-transfer zum vermeintlichen flop: pépés dunkle phase

Die Geschichte von Nicolas Pépé ist eine Achterbahnfahrt. Der einst als großes Talent gehandelte Angreifer wechselte 2019 für stolze 80 Millionen Euro vom OSC Lille zu Arsenal. Doch in London fand er nicht zu seinem Spiel, und die Kritik ließ nicht lange auf sich warten. Die öffentliche Demütigung war schmerzhaft – er wurde sogar als der größte Misserfolg in der Premier League-Geschichte gehandelt. Dieser Druck führte zu einem regelrechten Trauma, wie Pépé selbst in einem Interview mit L'Équipe gestand: „Ich hatte das Gefühl, dass mir die Leidenschaft für den Fußball gestohlen wurde. Ich empfand Abscheu, ich habe mich so sehr infrage gestellt, dass ich sogar in Erwägung zog, alles hinzulegen.“

Doch Pépé gab nicht auf. Getrieben von einem Gefühl der Selbstjustiz, suchte er nach einer neuen Chance. Eine Leihe zu Nizza und die darauffolgende Trennung von Trabzonspor sollten ihm die Möglichkeit geben, sich neu zu orientieren.

Marcelino

Marcelino's glaube und pépés wiedergeburt in villarreal

Der Durchbruch kam schließlich in Villarreal. Die Entscheidung, unter Trainer Marcelino zu spielen, war entscheidend. „Wir haben ihn dank Eric Bailly verpflichtet. Sie sind befreundet und er hat uns sehr gut von ihm berichtet“, erklärt Sergio García, Marcelinos Sohn und Assistent. Die Chemie stimmte, und Pépé blühte auf. Seine Leistungen sprechen für sich: 11 Tore und 17 Vorlagen in 74 Spielen für die „Gelbe U-Boot“. Seine Wiederauferstehung ist ein Lehrstück dafür, wie man mit Rückschlägen umgeht und sich immer wieder aufrappelt.

Auch im Nationalteam ist Pépé zurück. Nach einer kontroversen Entscheidung im vergangenen Afrika-Cup, bei der er aufgrund seiner Wahl für die Elfenbeinküste stattdessen für Burkina Faso kritisiert worden war, hat er sich nun als wichtiger Baustein der Mannschaft etabliert. „Der Vorfall beim Afrika-Cup ist vergessen. Wir wussten, was er dem Team geben kann, und er hat einen Schritt nach vorne gemacht“, so Emerse Faé, der Trainer der Elfenbeinküste. Es ist die Geschichte eines Spielers, der nicht nur seine Kritiker zum Schweigen gebracht hat, sondern auch seine eigene Leidenschaft für den Fußball wiedergefunden hat. Und das ist es, was wirklich zählt.