Pedri zieht bilanz: barça lahm, newcastle unbremsbar
Pedri sprach es aus, was jeder im Camp Nou gedacht hatte: Die Beine waren Blei, der Kopf leer. Nach dem 1:0 gegen Newcastle platzte der Mittelfeldspieler heraus: „Wir konnten das Spiel nicht kontrollieren, nicht mal den Ball halten.“
Die letzten 15 minuten wurden zur achterbahn
Barça hatte die Führung, verlor aber die Kontrolle. „Sie stürmten, wir zitterten“, sagte Pedri und beschrieb jene Phase, in der Eddie Howes Truppe wie entfesselt wirkte. Die Engländer schalteten sich über die zweite Welle, brandeten immer wieder vor dem Strafraum, und Ter Stegen musste zweimal mit den Fingerspitzen retten. Die Statistik belegt es: 38 % Ballbesitz in der Schlussphase – für Barça eine Blamage.
Pedri schätzt den Gegner realistisch ein: „Newcastle presst mit fünf Mann, hat Tempodüsen auf den Flügeln und Mitläufer, die wie Box-to-Box-Player auftauchen.“ Für ihn ist klar: Wer den Ball nicht zirkulieren kann, wird lebendig begraben. Und genau das passierte.

Champions-league-rhythmus fordert tribut
Den Vorwurf des Müdigkeitstalers weist Pedri nicht zurück, relativiert ihn aber. „Klar spüren wir die Wade – Mittwoch in England, Samstag um 21.00 Uhr, das nagt.“ Doch er mag keine Ausreden. „Wir sind Profis, wir haben gewonnen, drei Punkte sind drei Punkte.“ Tatsächlich rückt Barça mit 9 Zählern an die Tabellenspitze heran, nur noch ein Spiel fehlt zum Gruppensieg.
Die Botschaft des 20-Jährigen klingt wie ein Kampfansage an die Konkurrenz: Die Maschine stottert, aber sie rollt weiter. Wer jetzt glaubt, das Baskenland sei erschöpft, unterschätzt die Neuner-Rotation von Xavi und die mentale Wucht eines Teams, das seine Schwäche offen benennt – und trotzdem punktet.
