Parker wird zum neuen 'sonnenkönig' von asvel – mit nba-stars!
Lyon – Ein Schachzug, der die europäische Basketballszene in Aufruhr versetzt: Tony Parker, die französische Legende und vierfache NBA-Champion, übernimmt nicht nur das Präsidentenamt, sondern auch das Traineramt bei seinem Euroleague-Klub Asvel Villeurbanne. Ein kühner Schritt für den 44-Jährigen, der zuvor noch nie ein Profi-Team trainierte – und ein Signal an die Konkurrenz.
Die 'l’équipe'-offensive: parker feuert asvel mit millionen an
Der 'Sonnenkönig', wie Ludwig XIV. einst genannt wurde, scheint im Baskeball eine Renaissance zu erleben. Parker, der Asvel vor zwölf Jahren als Präsident übernahm und nebenbei auch Anteilseigner ist, hat nun die Mittel, um seine Vision zu verwirklichen. Dank massiver Investitionen der HelvetX Group (Schweiz) und SKR Ventures (Dubai) verdreifacht sich der Etat von Asvel auf stolze 58 Millionen Euro – 20 Millionen fließen allein in die Gehälter der Spieler. Eine Summe, die selbst für Euroleague-Verhältnisse beeindruckt.
Parker schreckte in der Vergangenheit nicht davor zurück, auch harte Entscheidungen zu treffen. Sein eigener Bruder, T.J. Parker, wurde 2023 als Trainer entlassen. Jetzt scheint er entschlossen, Asvel zu einem europäischen Spitzenklub zu formen. Das Ziel: Ein Titel, der seit 1993 auf französischem Boden fehlt – und ein Return zu den Final Four, die man 1997 zuletzt erreichte.

Theis, weiler-babb und co.: parkers transfer-offensive
Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, hat Parker ein Remake von Starbesetzung eingeleitet. Daniel Theis, der deutsche Welt- und Europameister mit acht Jahren NBA-Erfahrung, wechselt von AS Monaco. Auch die Ex-Bayern-Stars Nick Weiler-Babb und Sylvain Francisco verstärken das Team. Hinzu kommen Armoni Brooks und Both Gach. „Daniel Theis ist eine wesentliche Verpflichtung“, betont Parker. „Er bringt eine enorme Erfahrung mit und wird die Kabine positiv beeinflussen.“
Die Verpflichtung von Theis ist mehr als nur eine Verstärkung des Kaders. Er ist ein Anführer, ein erfahrener Spieler, der in der Euroleague bereits bewiesen hat, was in ihm steckt. Mit ihm an seiner Seite kann Asvel Villeurbanne hoffentlich eine neue Ära einläuten und den französischen Basketball zurück in den Fokus rücken. Die kommenden Saisonen werden zeigen, ob Parkers kühner Plan aufgeht und Asvel tatsächlich den europäischen Himmel erobert. Die Fans in Lyon dürfen sich auf eine spannende Reise freuen.
