Paris zieht in kvitfjell den fünfer raus – und lässt allmen zittern
Nummer 13, Startposition 13, Sieger Nummer fünf: Dominik Parisschreibt in Kvitfjell seine persönliche Mythologie weiter und lässt selbst Franjo von Allmen 19 Hundertstel hinter sich. Der Mann, der die norwegische Eisrinne wie seine private Piste behandelt, feierte am Samstag seinen fünften Weltcup-Sieg in dieser Arena – ein Monolith im Frühlingslicht.
Von allmen liefert die draufgabe, paris bleibt cool
Der Berner hatte alles gerissen, was an frühlingshaftem Saft aus der Piste quillt. Seine Linie: riskant, die Kante spät, der Druck bis zum Tor. Doch Paris hatte schon vorher die Uhr gestoppt – 1:54.98 Minuten. Allmens 1:55.17 reichten nur für Platz zwei. Vincent Kriechmayr schob sich als Dritter noch dazwischen, die Schweizer verpassten damit das Podest-Quartett nur um einen einzigen Hunderter.
Die Rede ist von Alexis Monney. Der Waadtländer fuhr sich in 1:55.23 die beste Karriere-Abfahrt, blieb aber eben jenes sechs Hundertstel hinter Kriechmayr. Dahinter reihten sich Stefan Rogentin (6.) und Marco Odermatt (7.) souverän in die Top-10 ein – Teamchef Thomas Stauffer dürfte trotz des knappen Podest-Verpassens die Excel-Tabelle mit den Punkten für die Nationenwertung küssen.

Die saison endet, paris’ dominanz nicht
Mit dem Sieg baut Paris seine Mini-Serie auf drei Podestplätze in den letzten vier Abfahrten aus. Für Franjo von Allmen bleibt die Erkenntnis: Frühling hin oder her – die letzten Hundertstel entscheiden sich im Kopf. Paris trägt diesen Kopf wie ein Helm aus Stahl. Die Konkurrenz kann ihn sehen, aber eben nicht einholen.
