Paralympics: dbs hält trotz russischer teilnahme an eröffnungsfeier fest

Dbs lehnt boykott der paralympics-eröffnungsfeier ab

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) hat sich gegen einen Boykott der Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo ausgesprochen, trotz der umstrittenen Teilnahme russischer und belarussischer Athleten. DBS-Präsident Hans-Jörg Michels betonte, dass der Fokus auf den sportlichen Wettkämpfen liegen solle. Dies wurde am 24. Februar 2026 bekannt gegeben.

Fokus auf den sport statt politische statements

Fokus auf den sport statt politische statements

„Wir werden den Fokus auf die sportlichen Wettkämpfe legen“, erklärte Michels. „Von einem Boykott halte ich persönlich nichts. Die Geschichte hat gezeigt, dass dies dem Sport letztendlich wenig bringt.“ Der DBS betont, dass die Entscheidung nicht bedeutet, die aktuelle politische Lage zu ignorieren. Vielmehr soll die Sportlichkeit im Vordergrund stehen.

Klare verurteilung des krieges und solidarität mit der ukraine

Klare verurteilung des krieges und solidarität mit der ukraine

Trotz der Entscheidung gegen einen Boykott bekräftigte der DBS seine klare Haltung gegen den Angriffskrieg in der Ukraine. „Wir verurteilen den Angriffskrieg, haben uns deutlich gegen eine Teilnahme von Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus ausgesprochen und stehen solidarisch an der Seite der Ukraine“, so Michels. Die Solidarität mit der Ukraine sei ungebrochen.

Teilnahme russischer und belarussischer athleten

Teilnahme russischer und belarussischer athleten

Insgesamt dürfen sechs russische und vier belarussische Athleten und Athletinnen unter Wildcard bei den Spielen teilnehmen. Diese Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) hatte im Vorfeld für erhebliche Kritik gesorgt. Im Erfolgsfall sollen die jeweiligen Hymnen gespielt werden.

Boykottaufrufe von anderen nationen

Boykottaufrufe von anderen nationen

Die Ukraine hat bereits ihren Boykott der Eröffnungsfeier angekündigt. Ihr schlossen sich Tschechien, sowie die baltischen Staaten Finnland, Polen, Estland und Lettland an. Das IPC zeigte Verständnis für diese Entscheidung, betonte aber, dass diese im Rahmen eines demokratischen Prozesses getroffen wurde.

Dbs sieht rückkehr der russischen flagge kritisch

Dbs sieht rückkehr der russischen flagge kritisch

Michels äußerte sich kritisch zur Rückkehr der russischen Flagge auf die sportliche Bühne: “Das ist für den DBS schwer nachvollziehbar und kaum erträglich.” Dennoch müsse diese Entscheidung akzeptiert werden, auch wenn sie der eigenen moralischen Grundhaltung widerspricht. Die Situation sei insbesondere für die Athleten aus der Ukraine unzumutbar.

Mögliche protestaktionen

Mögliche protestaktionen

Sollte sich an der Teilnahme Russlands und Belarus nichts ändern, schloss Michels Protestaktionen im Rahmen der Winter-Paralympics grundsätzlich nicht aus. „Aber von Seiten des DBS wird es da keinen Vorstoß geben“, betonte er. Der Fokus soll weiterhin auf der sportlichen Leistung liegen.

Paralympische spiele in mailand und cortina d'ampezzo

Die Paralympischen Winterspiele finden vom 6. bis 15. März in Mailand und Cortina d'Ampezzo statt. Die Spiele versprechen spannende Wettkämpfe und sollen trotz der politischen Umstände ein Zeichen für Inklusion und sportliche Fairness setzen. Der vollständige Zeitplan der Wettkämpfe ist auf der Webseite der Paralympics einsehbar.