Palou's gateway-fluch geht weiter: pech und pannen am world wide technology raceway

Für Álex Palou war es ein Rennen zum Vergessen – ein Wettlauf voller Missgeschicke, der seine Chancen auf ein gutes Ergebnis im World Wide Technology Raceway jäh beendete. Der Spanier musste sich einer Kette unglücklicher Umstände beugen, die ihn letztlich vom Podest und sogar von einer respektablen Platzierung fernhielten.

Ein rennen voller dramatischer wendungen

Ein rennen voller dramatischer wendungen

Palou hatte das Rennen bis zum ersten Boxenstopp kontrolliert und die Führung übernommen. Doch unmittelbar nach der Reifenwahl kam es zu einem vermeidbaren Kontakt mit Nolan Siegel, der in die Leitplanken krachte. Glücklicherweise blieb Palou von einer Strafe verschont, verlor aber dadurch wertvolle Positionen. Das schlechte Management des Boxenstopps verschlimmerte die Lage zusätzlich, und die Strategie des Ganassi-Teams wirkte zunehmend fragwürdig.

Als wäre das nicht genug, sorgte der einsetzende Regen für weitere Verwirrungen. Palou fand sich plötzlich in einer ungünstigen Position wieder, während die Teams versuchten, die richtige Strategie zu finden. Ganassi wagte eine riskante Wette auf eine einsetzige Strategie, in der Hoffnung, dass Palou mit einem sparsamen Kraftstoffverbrauch seine Gegner übertrumpfen könnte.

Die bittere Pointe kam schließlich auf der 196. Runde: Palou und sein Teamkollege Dixon mussten aufgrund einer gelben Phase eine ungeplante Boxenrunde einlegen. Während Dixon mit leerem Tank liegen blieb, schaffte Palou es knapp, die Boxengasse zu erreichen – nur um dann mit einem Motorausfall in der Boxengasse liegen zu bleiben, der ihm wertvolle Sekunden kostete und ihn letztendlich auf den 17. Platz zurückwarf.

Josef Newgarden im Penske-Chevrolet sicherte sich den Sieg vor Marcus Ericsson (Andretti) und Christian Rasmussen (Carpenter). Die Fahrer in der Meisterschaftswertung, Kyle Kirkwood und David Malukas, profitierten von Palous Misere und verkürzten den Rückstand auf den führenden Spanier.

Trotz des enttäuschenden Rennens behält Palou einen komfortablen Vorsprung in der Gesamtwertung. Mit 49 Punkten Vorsprung auf Andrettis Fahrer und 68 Punkten auf Malukas blickt er optimistisch auf die Rennen in Road America und Mid-Ohio. Doch das Rennen in Gateway hat gezeigt, dass im Motorsport selbst die erfahrensten Fahrer dem Zufall ausgeliefert sind. Die Frage ist, ob Palou und sein Team aus diesem Lehrgang die richtigen Schlüsse ziehen können, um den “Fluch” von Gateway endlich zu brechen.