Oyarzabal schießt real sociedad ins finale: basken-drama endet mit spätem elfmeter

San Sebastián bebte. In der 87. Minute verwandelte Mikel Oyarzabal den Elfmeter, zerstörte Athletic Bilbaos Pokal-Traum und schickte Real Sociedad ins Copa-del-Rey-Finale. 39.000 Zuschauer im Estadio Anoeta tobten, als hätten sie das Tor von 2020 wieder erlebt – jenes Finale, das die Txuri-Urdin zuletzt gewonnen hatten.

Der abend, als der fußball wieder baskisch sprach

Pellegrino Matarazzo hatte vor dem Rückspiel gesagt, er brauche „keine großen Worte, nur kalte Köpfe“. Sein Team lieferte beides. Athletic dominierte die erste Halbzeit, aber Real verteidigte mit der Geduld eines Schachspielers. Die Statistik sprach Bände: erst zwei Torschüsse bis zur 60. Minute, dafür 67 % gewonnene Zweikämpfe in der eigenen Hälfte.

Die Wende kam in der 81. Minute, als Brais Méndez nach einem Konter von Nico Williams foult wurde. Videoschiedsrichter César Soto Grado blickte sich die Szene auf dem Monitor an, zeigte auf den Punkt – und Oyarzabal ließ Unai Simón keine Chance. Der Kapitän traf zum achten Mal in seinen letzten zehn Pflichtspielen, Bilbao blieb mit leeren Händen.

Atlético wartet – und der kalender auch

Am 25. April geht es nach Sevilla. Atlético Madrid steht bereits fest, trotz der 0:3-Klatsche im Camp Nou. Hansi Flick sah, wie seine Barça-Elf das 0:4 aus dem Hinspiel aufholte, aber Yannick Carrasco traf in der 93. Minute zum 3:1 – Auslosungsglück für die Rojiblancos. Für Real Sociedad dagegen zählt nur der Moment: erstmals seit drei Jahren wieder ein Titel, erstmals seit 1987 die Chance auf das Double aus Liga und Pokal.

Die Uhr tickt. Oyarzabal hat noch 22 Tage, um sich für die Euro 2028 zu empfehlen. Trainer Matarazzo hat 22 Tage, um seine Abwehrreihe zu schweißen. Und die Fans? Die haben 22 Tage, um sich ein neues Lied einzuprägen – eins, das nicht von 2020 handelt, sondern von 2026.