Oyarbide: vom rad zur halbmarathon-herausforderung!
Lourdes Oyarbide, die spanische Radsport-Ikone, hängt die Rennradschuhe nach über einem Jahrzehnt im Profi-Peloton an den Nagel. Doch die Enginieurin und ehemalige spanische Meisterin ruht sich nicht auf ihren Lorbeeren aus. Stattdessen wählt sie eine überraschende neue Herausforderung: den Halbmarathon in Ibiza. Eine Entscheidung, die Mut, Neugier und den unbändigen sportlichen Geist der Alaveserin widerspiegelt.
Eine karriere voller triumphe und leidenschaft
Oyarbide blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück, die von Erfolgen wie dem spanischen Meistertitel im Straßenrennen (2019) und im Einzelzeitfahren (2017) geprägt ist. Ihre Zeit im Movistar Team und Laboral Kutxa war von harter Arbeit, Disziplin und einer unerschütterlichen Leidenschaft für den Radsport gekennzeichnet. Doch nun, nach zwölf Jahren im internationalen Peloton, hat sie beschlossen, ein neues Kapitel aufzuschlagen.
„Ich bin immer noch eine Sportbegeisterte, aber jetzt habe ich einfach weniger Zeit während der Woche, und der Radsport erfordert viele Stunden“, erklärt Oyarbide. Ihre Entscheidung, den Radsport zu verlassen, ist nicht als Scheitern, sondern als bewusste Wahl für eine neue Lebensphase zu verstehen. Eine Phase, in der sie ihre Neugierde und ihren Entdeckergeist ausleben kann – fernab des Leistungsdrucks des Profisports.

Von thailand nach ibiza: eine reise der selbstfindung
Bevor sie sich dem Asphalt stellt, hat Oyarbide bereits eine beeindruckende Solo-Tour durch Thailand hinter sich. Eine Erfahrung, die ihr sicherlich neue Perspektiven eröffnet hat. Nun tauscht sie das Mountainbike gegen Laufschuhe und plant ihr Debüt bei der Halbmarathon in Ibiza. „Es ist ein Reto, eine wunderschöne Möglichkeit, die Insel kennenzulernen“, so Oyarbide.
Die Halbmarathon in Ibiza ist für sie mehr als nur ein Wettkampf. Es ist eine Chance, sich selbst herauszufordern, neue Erfahrungen zu sammeln und die Freude am Sport neu zu entdecken. Sie betont, dass sie in dieser neuen Phase ihres Lebens nicht mehr im Modus des Wettbewerbs agiert, sondern vielmehr den Fokus auf das Genießen legt. „Ich fühle mich wie ein Kind mit 32 Jahren, das neue Sportarten und Erfahrungen entdeckt, die ich bisher aufgrund meiner Karriere im Profisport verpasst habe.“
Es bleibt abzuwarten, ob Oyarbide mit ihrer ungewöhnlichen Entscheidung andere Sportlerinnen inspirieren wird, neue Wege zu gehen und ihre persönlichen Grenzen zu überschreiten. Eines ist jedoch sicher: Mit ihrer Leidenschaft, ihrem Mut und ihrer Neugierde wird sie auch abseits des Radrennens für Furore sorgen.
Neben der Halbmarathon in Ibiza plant Oyarbide zudem die Teilnahme an einem Trailrunning-Rennen im Mai, bei dem sie gemeinsam mit Íñigo Uriarte auf die Sensibilisierung für Schlaganfall aufmerksam machen will. „Es ist ein sehr schönes Projekt“, sagt sie.
