Ourense-rally: machtkampf zwischen 'cohete' und pardo spitzt sich zu!
Das Duell um die Vorherrschaft im Supercampeonato de España de Rallyes erreicht in Ourense seinen explosivsten Punkt. Ein Jahr nach dem umstrittenen Vorfall, der den damaligen Skoda Recalvi-Team in seinen Grundfesten erschütterte, stehen sich nun José Antonio 'Cohete' Suárez und sein vermeintlicher Nachfolger für 2025, Javier Pardo, erneut gegenüber – diesmal unter dramatischen Umständen.
Die geister der vergangenheit spuken
Der Rallye von Ourense haftet ein bitterer Nachgeschmack. Vor einem Jahr wurde der etablierte Status Quo des Skoda Recalvi-Teams durch einen internen Konflikt, ausgelöst durch den direkten Vergleich zwischen Suárez und Pardo, völlig aus der Bahn geworfen. Die Folgen waren verheerend: Der Weg für den Abgang des langjährigen Starpiloten 'Cohete' wurde geebnet. Nun kehrt der Asturier zurück, um sich in seinem neuen Skoda von Calm Competició zu beweisen – ein Team, mit dem er gerade erst ein neues Kapitel begonnen hat und das bereits den ersten Lauf des Jahres auf Schotter für sich entscheiden konnte.
Doch das ist nicht die einzige Neuigkeit. Pardo, der Vizechampion, feiert in seiner Heimatregion ein Comeback, und das gleich im Skoda des Teams, für das 'Cohete' einst fuhr. Die Spannung ist greifbar, denn das Team, das die letztjährige Saison dominierte, setzt alles auf den Einsatz in Ourense, einem der klassischen Etappen des SuperCER. Umso bemerkenswerter ist die Paarung des Lokalmatadors mit Jorge Cagiao, der nach seiner Abwesenheit in Utiel mit dem neuen Yaris von Recalvi an den Start geht.
'Cohete' will sich revanchieren. Nach einem schwierigen Start in die Saison, der von zwei Podestplatzierten (einem dritten und einem zweiten Platz in La Nucía und Utiel) geprägt war, brennt es ihm unter den Nägeln, sich für den bitteren Rückschlag im vergangenen Jahr zu revanchieren. Damals, inmitten der Dunkelheit, kam es zum direkten Duell mit seinem damaligen Teamkollegen.

Nachtspektakel und lancia-hoffnungen
Ein besonderes Highlight ist das ungewöhnliche Format des Rallye de Ourense. Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen setzt die Veranstaltung auf drei Nachtetappen, die eine einzigartige Atmosphäre schaffen und die Fahrer vor zusätzliche Herausforderungen stellen. Das Team Lancia, das sich nach zwei weiteren Podestplätzen zurückgemeldet hat, setzt auf seine historische Stärke und geht mit sechs bisherigen Siegen in der Vergangenheit – der letzte davon liegt 1992 an – in den Wettbewerb.
Auch Pepe López, der Hyundai España-Pilot, der in Utiel knapp einen dritten Platz verpasste, ist hungrig nach Erfolg in dieser ersten nordspanischen Etappe, die gleichzeitig zur Copa i20N und zur Monomarca Dacia zählt. Die Frage ist, ob er in der Lage sein wird, die Konkurrenz zu übertrumpfen und seine Ambitionen in die Tat umzusetzen. Die Rallye de Ourense verspricht ein Spektakel zu werden, das die Fans begeistern und die Entscheidung im Supercampeonato weiter verkomplizieren wird.
Die Uhr tickt. Die Nacht naht. Und mit ihr die Chance für Rache, Triumph und neue Legenden im spanischen Rallye-Sport.
