Ösv-ski-team vor olympia: tiefpunkt in der abfahrt?

Kriselndes ösv-speed-team vor olympia

Die österreichischen Ski-Rennläufer befinden sich in einer tiefen Krise, nur wenige Tage vor dem Start der Olympischen Spiele in Bormio. Nach einem kurzen Hoffnungsschimmer in dieser Saison folgte in den letzten Rennen eine zunehmende Ernüchterung. Die einst so dominante Nation im Ski-Alpin kämpft mit einem historischen Tief, besonders in der Abfahrt.

Historisch schlechte ergebnisse

Seit fast drei Jahren, über 1000 Tage, wartet das österreichische Männer-Team auf einen Weltcupsieg in der Abfahrt. Die letzten Ergebnisse sind alarmierend: In den letzten 14 Rennen gab es lediglich einen Podestplatz. Der letzte Sieg von Vincent Kriechmayr in Soldeu liegt bereits im März 2023 zurück. Ein Zustand, der in Österreich für tiefe Besorgnis sorgt.

Desaster in gröden und kitzbühel

Desaster in gröden und kitzbühel

Schon nach den Rennen in Gröden im Dezember beklagte die österreichische Presse die historischen Ergebnisse. Andreas Ploier als Elfter war der beste ÖSV-Läufer. In Kitzbühel, dem Mekka des Ski-Alpin, folgte die nächste Enttäuschung. Vincent Kriechmayr konnte mit einem Rückstand von 1,48 Sekunden auf den Sieger Giovanni Franzoni die Fans nicht begeistern.

Olympia-generalprobe in crans montana – keine besserung

Olympia-generalprobe in crans montana – keine besserung

Auch die olympia-Generalprobe in Crans Montana brachte keine Verbesserung. Die ÖSV-Athleten fuhren erneut deutlich hinter die Spitze zurück. Daniel Hemetsberger, der 14. wurde, gab zu, nicht genau zu wissen, wo er Zeit verliert. Die Hoffnung auf eine schnelle Wende schwindet.

Kriechmayr setzt auf training statt rennen

Kriechmayr setzt auf training statt rennen

Selbst Vincent Kriechmayr, aktuell Fünfter in der Abfahrts-Weltcupwertung, fühlt sich nicht auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. Anstatt in Crans Montana zu starten, trainierte er lieber, um in Bormio vielleicht doch noch zu überzeugen. Er räumte ein, dass ihm aktuell die Überzeugung in der Abfahrt fehle.

Das olympia-team stellt sich fast von selbst auf

Das olympia-team stellt sich fast von selbst auf

Das ÖSV-Abfahrtsteam für olympia steht bereits weitgehend fest: Vincent Kriechmayr, Stefan Babinsky, Daniel Hemetsberger und Raphael Haaser werden in Bormio an den Start gehen. Das erste Training steht am Mittwoch an. Die Zeit drängt, um die Stimmung im Team zu verbessern und eine positive Dynamik zu erzeugen.

Die konkurrenz schläft nicht

Die konkurrenz schläft nicht

Die Schweizer und Italiener dominieren derzeit die Abfahrtswelt. Läufer wie Franjo von Allmen, Marco Odermatt, Dominik Paris und Franzoni sind die klaren Favoriten für die Olympischen Spiele. Für das ÖSV-Team wird es eine große Herausforderung, mit dieser Konkurrenz mithalten zu können.

Tabelle: aktuelle top 5 der abfahrts-weltcupwertung (stand: 02.02.2026)

Tabelle: aktuelle top 5 der abfahrts-weltcupwertung (stand: 02.02.2026)

PlatzNameNationPunkte
1Marco OdermattSchweiz480
2Dominik ParisItalien420
3Giovanni FranzoniItalien390
4Franjo von AllmenSchweiz370
5Vincent KriechmayrÖsterreich320