Ostrzolek wechselt zur salzach: wacker burghausen holt spielertrainer von schwaben augsburg

Die Trainersuche ist vorbei, der Coup perfekt: Matthias Ostrzolek wird im Sommer die Geschicke des SV Wacker Burghausen übernehmen und dabei die Nachfolge von Lars Bender antreten, der den Regionalligisten nach eigener Aussage verlässt, um den „nächsten Schritt“ in seiner Karriere zu gehen.

Ostrzolek, aktuell noch als Spielertrainer beim Ligakonkurrenten TSV Schwaben Augsburg tätig, hatte seinen Abschied dort bereits Anfang Februar verkündet. Nun steht fest: Der 35-Jährige erhält an der Salzach einen Zweijahresvertrag und kehrt damit als Coach auf die Platte zurück, auf der er einst selbst als Bundesliga-Profi Fuß gefasst hatte.

Ein coach mit 196 bundesliga-einsätzen im rücken

Was Ostrzolek mitbringt? Eine Vita, die in der Regionalliga Bayern ihresgleichen sucht. 196 Mal lief der gebürtige Bochumer in der höchsten deutschen Spielklasse auf – für den Hamburger SV, den FC Augsburg, Hannover 96 und den VfL Bochum. Dazu kommen 40 Partien in der 2. Bundesliga. Diese Erfahrung will er nun als Trainer einfließen lassen – ob weiterhin mit Kappe oder ausschließlich mit der Funkensteuer, ist noch offen.

Die Mannschaft von Wacker Burghausen wurde am Montagabend bereits informiert. Für die Spieler heißt es nun: Trennung vollziehen, Neuorientierung einleiten – und das in einer Phase, in der der Klub sportlich nicht ganz zufrieden ist. Doch mit Ostrzolek bekommt der ambitionierte Regionalligist einen Coach, der die Liga kennt, die Spieler versteht und vor allem: der weiß, was es heißt, unter Druck zu performen.

Abschied mit offenem schlagerspiel: noch einmal gegen den künftigen klub

Abschied mit offenem schlagerspiel: noch einmal gegen den künftigen klub

Bevor es soweit ist, wartet auf Ostrzolek jedoch eine heikle Mission. Der TSV Schwaben Augsburg steckt tief im Abstiegskampf. Nach der Winterpause auf dem letzten Tabellenplatz, haben die Schwaben durch sieben Punkte aus den ersten drei Spielen des Jahres wieder Hoffnung geschöpft. Nur die Tordifferenz trennt sie aktuell vom rettenden FC Augsburg II.

Und dann das: Am 18. April empfängt Augsburg den SV Wacker Burghausen – Ostrzoleks künftiger Arbeitgeber. Ein Spiel mit brisantem Charakter. Für Ostrzolek eine emotionale Gratwanderung: Noch Spielertrainer der Schwaben, schon designierter Coach der Gäste. Ein Seitenwechsel, der in der Regionalliga für Gesprächsstoff sorgen wird.

Für Wacker Burghausen ist die Entscheidung ein klares Signal: Der Klub will nicht nur stabilisieren, sondern mit einem erfahrenen Gesicht auf der Bank wieder nach oben. Ostrzolek ist kein Trainer, der laut brüllt – aber einer, der weiß, wie Fußball funktioniert. Und der sich nicht scheut, sich in der Schlussphase der Saison noch einmal selbst die Schuhe zu schnüren.