Osterurlaub wird zum luxus: flugpreise klettern auf über 400 euro
Italiens Flughäfen haben die Preisschraube angezogen. Wer vom 3. auf den 7. April von Genua nach Catania fliegen will, zahlt heute mindestens 418 Euro – für den Rückflug noch nicht mal inbegriffen. Das ergibt eine neue Analyse von Assoutenti, und die Zahlen sind nur der Auftakt.
Die Ursache liegt nicht nur in der Oster-Buchungswelle. Krieg im Nahen Osten, gesperrte Lufträume und explodierende Kerosinpreise treiben die Kosten in die Höhe. Airlines schöpfen die Krise aus, während Bahn und Auto kaum besser werden.
Die teuersten strecken im überblick
Mailand–Crotone: 343 Euro. Rom–Reggio Calabria: 324 Euro. Turin, Florenz oder Ancona nach Catania: jenseits von 320 Euro. Selbst Kurzstrecken wie Neapel–Olbia kosten 310 Euro – Handgepäck extra. Die Preise gelten, wenn man heute bucht; in zehn Tagen dürften sie noch einmal 15 bis 20 Prozent draufschlagen.
Die Bahn bleibt ke sicherer Hafen. Ein Italo-Ticket von Turin nach Reggio Calabria kostet am 3. April mindestens 185 Euro, Trenitalia verlangt für Mailand–Lecce 120 Euro. Grund: auch Strom wird teurer, weil Italien seine Elektrizität weiter über Gas erzeugt – und dessen Preis steigt mit dem Öl.
Autofahrer? Tanken ebenfalls drauf. Super hat seit Januar 12 Cent zugelegt, Diesel 14 Cent. Die Mittelmeer-Route wird so zur Schnapsidee: wer von Verona nach Palermo fährt, zahlt allein für Treibstoff rund 260 Euro – noch vor Maut und Verschleiß.

Was jetzt noch hilft
Wer flexibel ist, kann sparen. Abflughäfen in Basel, Memmingen oder Karlsruhe liegen unter 200 Euro für Sizilien, wenn man dienstags statt freitags startet. Bahncards und Supersparpreise von Deutsche Bahn bis nach Mailand oder Verona senken den Preis auf 89 Euro – allerdings nur mit Umstieg in München und ohne Gepäckgarantie.
Die bittere Bilanz: Osterreisen bleiben 2024 ein Premium-Produkt. Assoutenti rechnet vor, dass eine vierköpfige Familie mindestens 1.600 Euro nur für den Flug hin- und zurück berappen muss – wenn sie noch bucht. Die Rechnung endet nicht mit einem „viel Glück“. Sie endet mit dem Satz: Wer nicht bald umdenkt, bleibt daheim.
