Osasuna rettet sich: lisci feiert – trotz bitterem saisonende
Ein furioser Abstiegskampf, ein glücklicher Einzug in die nächste Saison: Osasuna hat den Klassenerhalt in Getafe gesichert, doch der Geschmack ist bitter. Trainer Alessandro Lisci ließ nach dem 1:0-Sieg keine Zweifel daran, dass die letzten Wochen des Teams vergessen werden müssen – und feierte ausgelassen.
Die achterbahnfahrt der emotionen
Die letzten drei Spielwochen waren für Osasuna ein Albtraum. Fünf Niederlagen in Folge hatten die Fans in Alarmstimmung versetzt. Doch Lisci betonte im Anschluss an das Spiel, dass diese Durststrecke nicht die gesamte Saisonleistung auslöschen dürfe. „Drei schwache Wochen können nicht alles überwinden, was wir bisher geleistet haben“, erklärte er, während die Spieler noch auf dem Platz die Erleichterung feierten.
Es ist ein Wechselbad der Gefühle. Vor zwei Wochen sprach man noch von Europa, nun heißt es, den Abstieg zu vermeiden. Lisci zeigte Verständnis für die enttäuschten Fans, forderte sie aber auch auf, den Klassenerhalt zu feiern. „Es ist verrückt, wie schnell sich die Dinge ändern können. Wir haben starke Gegner hinter uns gelassen, das muss gefeiert werden.“
Das Spiel gegen Getafe war nervenaufreibend. Lisci gestand, dass er im letzten Spielminute verzweifelt versucht habe, das Spiel nicht vorzeitig zu beenden, da er darauf wartete, dass auch das Spiel von Girona gleichzeitig endete. „Die Spieler haben mich für verrückt gehalten, aber ich wollte sicherstellen, dass wir nicht früher als Girona aussteigen.“
Lisci sprach von einem enormen Wachstum für die Mannschaft, das aus dieser Erfahrung gezogen werden kann. Er betonte, dass die Spieler lernen müssen, bis zum Schluss zu kämpfen und die Bedeutung der Mathematik in der Liga zu verstehen. „Wir haben einen Fehler gemacht, als wir die Rettung zu früh für sicher hielten. Wir müssen daraus lernen und in Zukunft besser planen.“
Die Freude nach dem Spiel war überwältigend. Lisci zog sich kurz zurück, um den Moment alleine zu genießen. „Man kann sich entweder über das ärgern, was man nicht hat, oder sich über das freuen, was man hat. Ich habe mich für Letzteres entschieden und bin glücklich, dass wir uns gerettet haben.“
Ob die letzten Ergebnisse seinem Ansehen geschadet haben? Lisci wich der Frage aus und betonte, dass er weiterhin hart arbeiten werde. „Ich kann nur das tun, was ich jeden Tag tue: Trainieren und mich für den Verein geben.“

Ein saisonende zum vergessen
Der Abstieg von Girona, einem Team, das in der Vorsaison noch Champions League spielte, unterstreicht die Ungewissheit und Dramatik dieser Liga. Osasuna hat sich gerettet, doch die Saison endet mit einem bitteren Nachgeschmack. Die Fans werden sich wohl noch lange an diese Achterbahnfahrt der Emotionen erinnern.
Die Liga hat gezeigt, dass es bis zum Schluss spannend bleibt. Es ist ein Beweis dafür, dass man niemals aufgeben darf und dass die Mathematik am Ende das letzte Wort hat. Osasuna hat diese Lektion gelernt und wird gestärkt in die nächste Saison gehen.
