Orlando zerlegt bucks und jagt die playoffs mit deutscher power
Orlando schlägt Milwaukee 130:91 – das ist kein Sieg, das ist eine Demonstration. Die Magic feiern den vierten Erfolg in Serie, schon wieder fliegen die Playoffs ins Visier, und die Bucks? Die dürfen ohne Giannis Antetokounmpo weiter jammern. 30 Spiele hat der Grieche inzwischen verpasst, eine Karriere-Bilanz, die selbst in Milwaukee für kalte Schweißperlen sorgt.
Paolo banchero führt, da silva und wagner liefern
Paolo Banchero ballert 33 Punkte, trifft wie im Gebet, nimmt den Bucks jede Hoffnung. Dahinter stemmen sich die Deutschen ins Getümmel: Tristan da Silva spielt 25 Minuten, sammelt 5 Punkte, 6 Rebounds, 5 Assists – ein Schweizer Taschenmesser in Sneakers. Moritz Wagner kommt von der Bank, kratzt 9 Rebounds zusammen, erlaubt sich nur 3 Punkte, aber seine Box-outs sind reine Physikunterricht. Franz Wagner fehlt, sein Sprunggelenk schmollt noch, doch ohne ihn läuft es plötzlich besser. Statistik oder Ironie?
Die Magic klettern auf Platz sechs im Osten, 35 Siege stehen in der Tabelle, und die Atmosphäre im Teambus dürfte zwischen Karaoke und Kirmes liegen. Milwaukee dagegen rutscht tiefer in den Sumpf. Ohne Giannis wirkt das Spielplan-Monster zahnlos, die Defense ein Schweizer Käse, und Doc Rivers schreit sich während der Time-outs die Lunge aus dem Leib.
San antonio spielt verrückt – 15 siege in 16 spielen
Während Orlando jubelt, dreht Victor Wembanyamain Houston auf. 29 Punkte, 12 Rebounds, 5 Blocks – die Rockets verlassen mit 145:120 das Feld wie geläuterte Schulbuben. Die Spurs haben 15 der letzten 16 Matches gewonnen, liegen im Westen zwei hinter Oklahoma City, und selbst Gregg Popovich lacht wieder sichtbar. Seit 2014 war seine Mannschaft nie so heiß.
Für die Bucks wird der Frust zur Dauerbaustelle. Die Overtime-Partien häufen sich, die medizinische Abteilung arbeitet Schicht, und die Fans fragen sich, ob die Playoffs dieses Jahr ohne Superstar überhaupt möglich sind. Antetokounmpo fehlt seit Wochen, und Milwaukee wirkt plötzlich nicht mehr wie der Titelaspirant, sondern wie ein Betrieb mit Kurzarbeit.
Orlando dagegen träumt laut. Die Magic haben Jugend, Länge, deutsche Nerven und einen Banchero, der jeden Abend neue Karrierelüfte riecht. Wer jetzt noch behauptet, die Saison sei gelaufen, hat die letzten vier Spiele verschlafen.
