Oppenweiler steigt ab: tusem essen kämpft um die liga!

Schock in der 2. Handball-Bundesliga: Der HC Oppenweiler/Backnang ist rechnerisch abgestiegen. Nach der deutlichen 28:42-Niederlage gegen Elbflorenz Dresden steht der Abgang des Aufsteigers fest – eine Saison, die von Anfang an nicht den Erwartungen entsprach. Die Schwaben haben zwar zwei Unentschieden erreicht, doch die Tordifferenz von -194 spricht Bände.

Einstige handball-giganten in schieflage

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Während Oppenweiler den Gang in die Drittklassigkeit antreten muss, kämpft ein weiterer Traditionsverein um den Klassenerhalt: TuSEM Essen. In den 1980er Jahren gehörte der Verein zu den absoluten Top-Klubs Deutschlands, krönte sich dreimal zum Meister (1986, 1987, 1989) und feierte zahlreiche weitere Erfolge im DHB-Pokal und in europäischen Wettbewerben. Doch nach finanziellen Turbulenzen und einem kurzzeitigen Aufstieg in die Bundesliga im Jahr 2020, ist Essen nun wieder Zweitligist und befindet sich in einer angespannen Situation.

Der Abstand zur HSG Krefeld, die auf dem rettenden 17. Platz rangiert, beträgt lediglich einen Punkt. Die Tordifferenz ist dabei kaum zu überbieten: Essen steht bei 853:934, Krefeld bei 854:936. Ein Blick auf den anhaltenden Streitfall zwischen dem TV Hüttenberg und der HBL lenkt die Aufmerksamkeit zusätzlich auf die Essener Lage. Ein umstrittener Sieg der Hüttenberger gegen Essen wurde nachträglich in eine Niederlage für Essen umgewertet, da ein Verstoß gegen die Anti-Doping-Schiedsvereinbarung vorlag. Die Entscheidung des Bundesgerichts steht noch aus, ein möglicher Punktabzug und die damit verbundene Punkteverschiebung an TuSEM könnte das Schicksal des Vereins noch weiter beeinflussen.

Ein dramatisches Finale zeichnet sich ab. Am Sonntag empfängt Essen den HC Elbflorenz Dresden (17 Uhr, live bei Dyn), während Krefeld am Samstag gegen den VfL Lübeck-Schwartau antritt (18 Uhr, live bei Dyn). Die Spannung ist kaum auszuhalten, die Fans beider Vereine bangen um den Ligaverbleib.

Die Zahlen lügen nicht: Essen muss eine Energieleistung zeigen, um den Abstiegskampf zu gewinnen. Die aktuelle Tordifferenz ist ein deutliches Zeichen dafür, dass jeder Punkt wie Gold wert ist. Nur die Zeit wird zeigen, ob der TuSEM seine Vergangenheit wieder aufleben lassen und den Klassenerhalt feiern kann.