Olympia-enttäuschung für deutschland: eishockey-traum in mailand geplatzt

Bitteres viertelfinale: deutschland scheitert an der slowakei

Mailand – Der Traum von einer Medaille bei den Olympischen Spielen ist für das deutsche Eishockey-Team geplatzt. Im Viertelfinale unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Harold Kreis der Slowakei klar mit 2:6 (0:1, 1:3, 1:2). Damit endet das Turnier für die nominell stärkste deutsche Nationalmannschaft der Geschichte bereits vorzeitig. Die Hoffnungen auf eine Wiederholung des sensationellen Silbermedaillengewinns von 2018 in Pyeongchang erfüllten sich nicht.

Defensive schwächen und fehlende durchschlagskraft

Defensive schwächen und fehlende durchschlagskraft

Besonders die Defensive offenbarte große Schwächen. Die deutsche Mannschaft war sowohl offensiv zu harmlos als auch defensiv überfordert. Trotz der Anwesenheit von sieben NHL-Spielern, darunter Superstar Leon Draisaitl, konnte das Team seine nominelle Power selten auf das Eis bringen. Torwart Philipp Grubauer war oft der einzige, der noch Paraden zeigte, konnte die Niederlage aber nicht verhindern.

Slowakische dominanz und deutsche fehler

Slowakische dominanz und deutsche fehler

Die Slowakei zeigte eine starke Leistung und dominierte das Spiel. Pavol Regenda (19., 41.), Milos Keleman, Oliver Okuliar (beide 25.), Dalibor Dvorsky (31.) und Tomas Tatar (56.) erzielten die Treffer für die Slowaken. Zwei leichte Abwehrfehler im zweiten Drittel führten zum schnellen Doppelschlag der Slowakei und brachen den deutschen Widerstand.

Draisaitls versuche und die hoffnung auf das halbfinale

Leon Draisaitl, der als Fahnenträger und Kapitän eine zentrale Rolle in der Mannschaft einnahm, versuchte alles, um sein Team anzutreiben. Ihm fehlte jedoch die Leichtigkeit und der entscheidende Moment, der eine positive Dynamik erzeugen konnte. Nach dem Sieg gegen Frankreich in der Qualifikation hatte man noch auf eine Überraschung gehofft: „Das Halbfinale ist zum Greifen“, hatte Moritz Seider nach dem Sieg gesagt.

Kreis bilanziert: ein einzigartiges team

Bundestrainer Harold Kreis zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht, betonte aber auch die besondere Zusammengehörigkeit der Mannschaft: „Die Konstellation in dieser Mannschaft sei historisch. Es sind alles Kumpels. Diese Mannschaft wird so wohl nicht wieder zusammenspielen.“ Der Vertrag von Kreis läuft bis 2027. Die WM im Mai wird ohne die NHL-Spieler stattfinden und ein anderes Gesicht des deutschen Eishockey-Teams zeigen.

Der turnierverlauf im überblick

  • Viertelfinal-Qualifikation: Deutschland – Frankreich 5:1
  • Viertelfinale: Deutschland – Slowakei 2:6

Trotz des Ausscheidens bleibt die Enttäuschung groß. Das deutsche Team hat bewiesen, dass es zu mehr in der Lage ist, konnte dies aber im entscheidenden Moment nicht zeigen. Die Analyse der Fehler und die Vorbereitung auf zukünftige Turniere werden nun entscheidend sein.