Olympia-drama in mailand: mcgrath verliert gold und flüchtet in den wald

Olympia-drama in mailand: mcgrath verliert gold und flüchtet in den wald

Ein dramatischer Moment bei den Olympischen Spielen in Mailand Cortina 2026: Der norwegische Ski-Alpin-Star Atle Lie McGrath verwarf eine sichere Goldmedaille im Slalom, nachdem er im Finale gestürzt war. Seine Reaktion war ebenso schockierend wie unerwartet: Er warf seine Skier und Stöcke weg und floh in den Wald.

Dominanter erster lauf, bitteres finale

Atle Lie McGrath hatte im ersten Lauf des Slaloms eine beeindruckende Leistung gezeigt und mit Startnummer 1 einen komfortablen Vorsprung von sechs Zehntelsekunden auf den Schweizer Loïc Meillard herausgefahren. Bei schwierigen Sichtverhältnissen und anhaltendem Schneefall schien der Sieg für den bisher erfolgreichsten Slalomfahrer der Saison (mit zwei Weltcupsiegen und drei weiteren Podestplätzen) in greifbarer Nähe. Doch kurz vor der ersten Zwischenzeit kam es zum Sturz.

Enttäuschung und flucht in den wald

Enttäuschung und flucht in den wald

Die Enttäuschung war für den 25-jährigen Norweger überwältigend. Nach dem Sturz warf er seine Skistöcke wütend zur Seite, löste seine Skier und rannte über den Streckenbegrenzungszaun in einen nahegelegenen Wald. Dort ließ er sich rückwärts in den Schnee fallen, die Hände vor das Gesicht gepresst. Eurosport-Kommentator Guido Heuber beschrieb die Szene emotional: "Atle Lie ist stocksauer. Was für Geschichten auch in diesem Rennen. Er möchte da mit niemandem reden, schmeißt die sicher geglaubte Goldmedaille weg.".

Mcgrath erklärt seine reaktion

Mcgrath erklärt seine reaktion

Nach einer Weile kehrte McGrath zurück und verweigerte zunächst Interviews. Später erklärte er, er habe einfach Zeit für sich allein gebraucht. "Ich wollte etwas Zeit für mich allein haben. Alles ist außer Kontrolle geraten. Die Fotografen haben mich auch dort gefunden, sodass ich auch dort keine Zeit für mich allein hatte. Es sind nur Gefühle, die da zum Vorschein kommen", sagte er. Er umarmte anschließend seinen Schweizer Trainer Thierry Meynet.

Ein harter moment in der karriere

Ein harter moment in der karriere

McGrath bezeichnete den Vorfall als "einen der härtesten Momente meines Lebens". Er fügte hinzu: "Das war das Erste, was ich gesehen habe. Ich brauche dazu nichts zu sagen. Es ist klar, was ich davon halte." Die Olympischen Spiele waren für ihn ohnehin emotional belastend, da er zu Beginn den Tod seines Großvaters verkraften musste. Er sprach offen über seine Trauer in einem emotionalen Instagram-Post.

Mitgefühl und unterstützung

Mitgefühl und unterstützung

Sein Teamkollege Henrik Kristoffersen, der durch McGraths Ausfall Bronze gewann, zeigte Verständnis. "Ich kann mir genau vorstellen, wie es ihm geht, weil ich in exakt derselben Position war. Vor acht Jahren habe ich den Slalom auch nach dem ersten Lauf angeführt und bin im zweiten Lauf ausgeschieden - ich weiß, wie sich das anfühlt."

Blick in die zukunft

McGrath kündigte an, er werde sich eine Auszeit nehmen und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. "Ich werde viel Zeit brauchen, um darüber hinwegzukommen. Ich glaube, ich brauche tatsächlich Hilfe. Es war wirklich hart, ich habe so etwas noch nie erlebt in meinem Leben." Dennoch blickt er nach vorne: "Olympia ist nur alle vier Jahre, das macht es so schwierig, dies zu verkraften. Aber ich werde wiederkommen und dann sehen wir in vier Jahren.".