Olympia-aus für rodeln, bob & skeleton? geisenberger äußert sich
- Olympia-aus für rodeln, bob & skeleton? natalie geisenberger äußert sich zu recherchen
- Deutsche erfolge im eiskanal von cortina d’ampezzo
- Kritikpunkte des ioc: kosten, umwelt und nachhaltigkeit
- Beispiel peking, pyeongchang und vancouver
- Die spiele der weiten wege in italien
- Paris 2024 als vorbild
- Die zukunft des eiskanals in cortina d’ampezzo
- Armin zöggeler ist optimistisch
- Weitere nachrichten zum thema wintersport
Olympia-aus für rodeln, bob & skeleton? natalie geisenberger äußert sich zu recherchen
Die Recherchen des renommierten Insiders Duncan Mackay, wonach die olympischen Disziplinen Rodeln, Bob und Skeleton vor dem Aus stehen könnten, haben in Deutschland für große Besorgnis gesorgt. Natalie Geisenberger, Eurosport-Expertin und sechsfache Olympiasiegerin, kommentierte die Entwicklung: „Das sorgt natürlich dafür, darüber nachzudenken.“ Sie geht davon aus, dass mögliche Änderungen weitreichende Konsequenzen für den gesamten Wintersport haben könnten.
Deutsche erfolge im eiskanal von cortina d’ampezzo
Die deutschen Wintersportler dominierten
die Olympischen Spiele 2026 in Cortina d’Ampezzo eindrucksvoll. Von insgesamt 26 Medaillen gingen 19 an das deutsche Team. Sollten sich die Recherchen Mackay’s bewahrheiten, wäre das für Deutschland ein schwerwiegender Rückschlag. Geisenberger betont: „Es ist bekannt, dass die Medaillenbilanz ohne die Kufen-Sportarten anders aussehen würde. Aber auch andere Nationen wie Norwegen im Biathlon erzielen oft eine ähnliche Dominanz.“
Kritikpunkte des ioc: kosten, umwelt und nachhaltigkeit
Die Kritik des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) bezüglich der Kosten, der Umweltbelastung und der Nachhaltigkeit stellt den gesamten Wintersport vor Herausforderungen. Geisenberger ist überzeugt, dass ein Umdenken notwendig ist. „Die Olympischen Winterspiele haben meiner Meinung nach nur dann eine Zukunft, wenn man zu Orten mit bereits bestehenden Wettkampfstätten zurückkehrt.“

Beispiel peking, pyeongchang und vancouver
Viele Arenen und Stadien wurden eigens für Großereignisse wie die Spiele in Peking, Pyeongchang und Vancouver gebaut und werden seitdem kaum noch genutzt. Geisenberger schlägt einen anderen Ansatz vor: „Man kommt zurück, fährt mit dem Staubwedel darüber und bringt sie auf den neuesten Stand.“ Dies sei zwar nicht hundertprozentig kostenneutral, aber mit relativ geringem finanziellem Aufwand zu realisieren.

Die spiele der weiten wege in italien
Bei den Winterspielen in Cortina d’Ampezzo und Mailand wurde dieses Konzept bereits umgesetzt. Dennoch gab es Kritik, da die Wettkampfstätten weit voneinander entfernt waren und das olympische Flair litt. Insbesondere Linus Straßer bemängelte diese Umstände. Geisenberger erklärt: „Man muss sich an die Gegebenheiten anpassen. In China wurde alles neu gebaut, das war schlecht für die Umwelt. In Italien wurde weniger gebaut, dafür waren die Strecken weiter verteilt. Man kann nicht alles haben.“

Paris 2024 als vorbild
Die Sommerspiele 2024 in Paris, bei denen die meisten Wettkämpfe in derselben Stadt stattfanden, dienen als Idealbild. Im Winter sei eine ähnliche Konzentration ohne massive Investitionen kaum möglich. „Ein so großes Zusammentreffen der Athleten mit der Perfektion der Sommerspiele in Paris wird im Winter schwer umzusetzen sein.“
Die zukunft des eiskanals in cortina d’ampezzo
Für die Disziplinen Bob, Rodeln und Skeleton ist es entscheidend, Argumente für ihren Verbleib bei den Olympischen Spielen zu sammeln. Der Eiskanal in Cortina d’Ampezzo könnte dabei eine wichtige Rolle spielen. Er ist ein Beispiel für Nachhaltigkeit, auch wenn er ein Verlustgeschäft ist. Die jährlichen Wartungskosten belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro bei Einnahmen von 530.000 Euro.
Armin zöggeler ist optimistisch
Armin Zöggeler, Rodel-Legende und Rennsportleiter der italienischen Mannschaft, ist zuversichtlich, dass die Bahn weiterbetrieben wird: „Die Angst gibt es nicht! Wir haben jetzt zwei Goldmedaillen geholt, da wird die Politik gezwungen sein, die Bahn weiter zu betreiben.“
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