Olympia-aus für die nordische kombination: rydzek spricht von schock

Ein Erdbeben in der Welt des nordischen Sports: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Nordische Kombination aus dem Olympia-Programm gestrichen. Für Athleten wie Johannes Rydzek und Verantwortliche des Deutschen Skiverbands (DSV) ist das ein Nackenschlag – und der Beginn eines zähen Kampfes um die Wiederaufnahme.

Die reaktion des weltmeisters: "der boden zieht sich unter den füßen weg"

Olympiasieger Johannes Rydzek, der seine Karriere im März beendete, sprach nach der Entscheidung des IOC von einem "Schock". Er fühlte sich, wie viele andere, "ein bisschen den Boden unter den Füßen weggezogen". Die Streichung sei "eine Entscheidung, die so weitreichend ist, die uns, vor allem den Athleten, den Betreuern, dem Umfeld die Perspektive raubt". Die Athleten haben jahrelang hart gearbeitet, um auf dieser Bühne zu zeigen, was sie können. Diese Entscheidung nimmt ihnen diese Möglichkeit.

Dsv-boss schlütter mahnt zur vorsicht: "perspektiven müssen wir uns stellen"

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Auch der DSV reagierte mit Verwunderung. DSV-Boss Thomas Schlütter, der selbst seine Karriere im März beendete, forderte im "Bayerischen Rundfunk“ eine schnelle Analyse der Situation. Die Frage nach den Zukunftsperspektiven müsse "sehr, sehr bald“ geklärt werden. Die FIS plant zwar vorerst, die Kombination weiterzuführen, doch wie lange das ohne olympischen Status realistisch ist, bleibt abzuwarten. Die Einbeziehung bei der WM im kommenden Jahr in Falun ist zwar zugesichert, aber das reicht bei Weitem nicht aus.

Ein sport im wandel: fortschritte werden ignoriert

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Es ist bitter, denn die Nordische Kombination hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Die Integration der Frauen, mit Weltcups seit 2020 und Weltmeisterschaften, hat einen wichtigen Schritt nach vorne bedeutet. Auch die Leistungsdichte im internationalen Feld hat zugenommen. Trotzdem entschied sich das IOC, die Sportart aufgrund ihrer vermeintlich geringen Popularität bei den Winterspielen 2026 zu streichen. Ein Argument, das Rydzek entschieden zurückweist: „Ich glaube, die Kombination hat Zukunft.“

Der kampf geht weiter: 2034 als ziel

Der siebenmalige Weltmeister gibt sich kämpferisch. Er sieht die Chance, bereits 2034 wieder ins Olympia-Programm aufgenommen zu werden und verspricht, alle Möglichkeiten zu nutzen, um dieses Ziel zu erreichen. "Auch wenn es aktuell wie ein kleines Wunder scheint, gleich wieder reinzukommen." Bundestrainer Eric Frenzel hatte sich bereits am Mittwoch geäußert und von einer „herben Enttäuschung“ gesprochen. Die Athleten und Verantwortlichen werden nun alles daran setzen, das IOC von den Fortschritten und dem Potenzial der Nordischen Kombination zu überzeugen. Die Zukunft des Sports hängt davon ab.