Olympia-aus für deutschland: traum von medaille zerplatzt im viertelfinale

Bitteres ende für den deutschen eishockey-traum

Das deutsche Eishockey-Team ist im Viertelfinale der Olympischen Spiele gegen die Slowakei mit 2:6 (0:1, 1:3, 1:2) untergegangen. Damit endet das Turnier für das Team von Bundestrainer Harold Kreis vorzeitig und ohne Medaille. Die Hoffnungen, die vor allem auf Superstar Leon Draisaitl gesetzt wurden, haben sich nicht erfüllt.

Vor dem spiel große erwartungen, auf dem eis wenig realität

Vor dem entscheidenden K.-o.-Spiel hatte das Team betont, schnörkellos und geradlinig spielen zu wollen. Moritz Müller forderte dies, und Draisaitl sprach davon, die eigenen Möglichkeiten zu erkennen. Nach der enttäuschenden 1:5-Niederlage gegen die USA hatten sich die Spieler ohne Trainer beraten, auch Kreis suchte das Gespräch mit seinen Assistenten. Doch auf dem Eis konnte man keine Verbesserung feststellen.

Slowakei dominiert – deutschland chancenlos

Im ersten Drittel deutete das Schussverhältnis von 5:17 bereits den Spielverlauf an. Pavol Regenda brachte die Slowakei in Führung (19.). Nach der Pause brach das deutsche Team regelrecht zusammen. Innerhalb von nur 33 Sekunden erhöhten Milos Kelemen und Oliver Okuliar auf 3:0 für die Slowakei. Unaufmerksamkeiten und Fehler im eigenen Drittel wurden gnadenlos bestraft.

Fehler und eine überforderte mannschaft

Ein Auszeit von Trainer Kreis konnte die Entwicklung nicht mehr stoppen. Dalibor Dvorsky erhöhte auf 4:0 (31.). Der Anschlusstreffer von Lukas Reichel (35.) war lediglich Ergebniskosmetik. Im Schlussdrittel setzten die Slowaken noch einmal nach und erhöhten durch Regenda (51.) und Tomas Tatar (57.) auf den Endstand.

Müllers warnung bestätigt sich

Moritz Müller hatte vor dem Turnier gewarnt, dass die besten deutschen Mannschaften aus den Jahren 2018 und 2023 noch nicht erreicht seien. Diese Einschätzung hat sich nun als richtig erwiesen. Die späte Ankunft der NHL-Stars und die fehlende Vorbereitung haben dem Team zu schaffen gemacht. Das Spieltempo und die Spielweise passten nicht zusammen, was die Slowakei konsequent ausnutzte.

Die fehlende spielerische klasse

Im Vergleich zu den Erfolgen der vergangenen Jahre – dem Gewinn von Silber bei Olympia und der WM – fehlt der deutschen Mannschaft 2026 die spielerische Klasse. Die Integration der NHL-Stars gestaltete sich schwierig, und eine echte Vorbereitung war nicht möglich. Die Slowakei zeigte, dass sie in dieser Form ein echtes Turnierhighlight darstellen. Das Ausscheiden ist eine bittere Enttäuschung für das deutsche Team und seine Fans.