Olympia cortina: camille rast kritisiert flache slalompiste – chancenungleichheit?
- Olympia cortina: camille rast kritisiert flache slalompiste – chancenungleichheit?
- Rast bemängelt fehlende steilheit und selektivität
- Alternative piste wurde nicht genutzt
- Holdener sieht das anders
- Weicher untergrund und hoffnung auf bessere bedingungen
- Überraschender sieg für österreich
- Weitere highlights von mailand cortina 2026
Olympia cortina: camille rast kritisiert flache slalompiste – chancenungleichheit?
Cortina d’Ampezzo/Schweiz – Nach der Team-Kombination bei den Olympischen Spielen in Mailand-Cortina 2026 hat Camille Rast deutliche Kritik an der gewählten Slalompiste geübt. Die Schweizerin, die mit der drittbesten Slalomzeit eine starke Leistung zeigte, bemängelte die mangelnde Herausforderung und bezeichnete den Hang als „keine richtige Slalompiste“.
Rast bemängelt fehlende steilheit und selektivität
„Die Strecke ist eher langweilig“, so Rast. Sie äußerte den Verdacht, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) bewusst eine einfachere Piste gewählt habe, um auch weniger erfahrenen Fahrerinnen eine Chance auf gute Ergebnisse zu geben. „Der Hang selektioniert nicht. Fehler sind hier einfach tabu“, erklärte die 26-jährige Walliserin. Zusammen mit Corinne Suter belegte sie am Ende Rang neun in der Team-Kombination.

Alternative piste wurde nicht genutzt
Besonders kritisch sah Rast, dass die deutlich steilere Piste Drusciè, die bereits bei der WM 2021 für Slalomrennen genutzt wurde, ungenutzt blieb. Eine solche Strecke würde die Athletinnen deutlich mehr fordern und die Unterschiede im Können besser herausarbeiten.

Holdener sieht das anders
Im Gegensatz zu Rast zeigte sich Wendy Holdener mit dem Hang deutlich zufriedener. Die Schweizerin, die gemeinsam mit Jasmine Flury Sechste wurde und nur knapp eine Medaille verpasste, sagte: „Mir gefällt die neue Piste. Im Flachen kann ich gut beschleunigen.“ Sie fuhr die zweitbeste Slalomzeit des Rennens.
Weicher untergrund und hoffnung auf bessere bedingungen
Einig waren sich beide Schweizerinnen in der Einschätzung des Untergrunds. Dieser war sehr weich, was die Rennbedingungen zusätzlich erschwerte. Allerdings gibt der Wetterbericht Hoffnung auf Besserung: Für die kommenden Tage werden nächtliche Minusgrade erwartet, die den Hang härter machen könnten.
Überraschender sieg für österreich
Gold in der Team-Kombination ging überraschend an das österreichische Duo Ariane Rädler und Katharina Huber. Silber holte Deutschland mit Kira Weidle-Winkelmann und Emma Aicher, Bronze ging an die USA mit Jacqueline Wiles und Paula Moltzan. Die favorisierten Amerikanerinnen um Breezy Johnson und Mikaela Shiffrin blieben ohne Medaille.
Weitere highlights von mailand cortina 2026
- Vlhova scheiterte bei ihrem Comeback bereits nach 25 Sekunden.
- Ein Mutter-Sohn-Duo startet neu im Slalom – ein Novum bei Winter-Olympia.
Die kommenden Rennen werden zeigen, ob sich die Bedingungen verbessern und ob die Kritik an der Piste berechtigt ist. Als Sportexperte bin ich gespannt, wie sich die Athletinnen an die Herausforderungen anpassen werden und welche Überraschungen uns noch erwarten.
