Olympia 2026: marco schwarz erleidet rückschlag durch ösv-fehler
- Olympiavorbereitung: ärgerlicher fauxpas des ösv bremst marco schwarz aus
- Verpasstes training: auswirkungen auf den super-g?
- Ösv räumt fehler ein: „nicht auf dem radar gehabt“
- Experten sehen klaren nachteil für schwarz
- Kritik am ösv: „sollte man wissen“
- Weitere entwicklungen und ausblick
- Ergebnisse des ersten abfahrtstrainings
Olympiavorbereitung: ärgerlicher fauxpas des ösv bremst marco schwarz aus
Bereits vor dem offiziellen Beginn der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina ist dem Österreichischen Skiverband (ÖSV) ein unerfreulicher Fehler unterlaufen. Marco Schwarz, eine große Medaillenhoffnung im Ski Alpin, konnte das erste Abfahrtstraining auf der legendären Stelvio in Bormio nicht absolvieren. Grund dafür sind Reglementarien, die dem ÖSV offenbar entgangen waren.

Verpasstes training: auswirkungen auf den super-g?
Schwarz hatte gehofft, durch Abfahrtstrainings seine Form für seine Paradedisziplin, den Super-G, zu optimieren und sich auf die anspruchsvolle Strecke vorzubereiten. Nach einem Kreuzbandriss im Dezember 2023 – ironischerweise ebenfalls in Bormio – hatte er noch keine Abfahrt bestritten, was nun zu dieser Situation führt. Die olympischen Regeln sehen vor, dass mindestens eine Abfahrt im Olympia-Winter absolviert werden muss, um an den Trainings teilnehmen zu dürfen.

Ösv räumt fehler ein: „nicht auf dem radar gehabt“
Marko Pfeifer, Cheftrainer des ÖSV, gab zu: „Wir haben das in gewisser Hinsicht nicht auf dem Radar gehabt.“ Er versuchte, die Situation positiv zu sehen: „Das Ganze ist vielleicht eine gute Fügung, weil ich mir nicht sicher bin, dass die anderen Speedfahrer bei dem derzeitigen Sauwetter in Bormio mehrere gute Trainingsläufe absolvieren können.“ Schwarz könne zu Hause weiter trainieren.

Experten sehen klaren nachteil für schwarz
Trotzdem befürchten viele Experten, darunter Schweizer Ski-Legenden wie Pirmin Zurbriggen, einen erheblichen Nachteil für Schwarz. „Gerade weil Schwarz 2023 auf dieser Piste eine schwere Knieverletzung erlitten hat, wäre es für ihn besonders wichtig gewesen, sich in einem Abfahrtstraining an die Stelvio herantasten zu können. So wird er mit einem Handicap ins Rennen gehen müssen“, so Zurbriggen.
Kritik am ösv: „sollte man wissen“
Auch Marc Girardelli, fünffacher Gesamtweltcupsieger, übte Kritik: „Somit wird Schwarz im Olympia-Super-G ziemlich der einzige Medaillenanwärter sein, welcher nicht auf der Abfahrt trainieren konnte. Das ist sicherlich ein Nachteil.“ Er bemängelte, dass der ÖSV die spezielle Olympia-Regelung offenbar nicht gekannt hatte: „Ich bin ja auch nicht der Alpinchef des österreichischen Skiverbands.“
Weitere entwicklungen und ausblick
Ob das verpasste Training Schwarz im Wettkampf beeinträchtigen wird, wird sich kommende Woche zeigen. Klar ist jedoch, dass es ihm keinen Vorteil verschafft. Der Super-G der Herren findet am 11. Februar statt und wird live bei Eurosport und HBO Max übertragen. Die Vorbereitungen laufen weiterhin, doch der Fauxpas des ÖSV überschattet die Stimmung.
Ergebnisse des ersten abfahrtstrainings
| Platz | Fahrer | Zeit |
|---|---|---|
| 1. | Cochran-Siegle | 1:50.23 |
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