Olympia 2026: dosb setzt auf ki, um athleten vor hass zu schützen
- Olympia 2026: dosb setzt auf ki, um athleten vor hass zu schützen
- Zunahme von hass im netz während olympia
- Ki-filter erkennt und filtert hasskommentare
- Psychologische unterstützung für athleten
- Herausforderungen bei der strafrechtlichen verfolgung
- Athleten nutzen den filter bereits erfolgreich
- Die rolle der sozialen medienplattformen
Olympia 2026: dosb setzt auf ki, um athleten vor hass zu schützen
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB)setzt bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo auf künstliche Intelligenz (KI), um seine Athleten vor Hasskommentaren und Cybermobbing zu schützen. Die Erfahrungen der letzten Wettkämpfe haben gezeigt, wie verletzend und belastend solche Angriffe sein können.
Zunahme von hass im netz während olympia
Insbesondere während großer Sportveranstaltungen wie Olympia kommt es häufig zu einer Zunahme von negativen und hasserfüllten Kommentaren in den sozialen Medien. Athleten werden angefeindet, beschimpft und bedroht. Dies kann zu erheblichen psychischen Belastungen führen und die Leistung beeinträchtigen. Ein aktuelles Beispiel ist der Skispringer Philipp Raimund, der nach seinem Olympiasieg mit einer Flut von Hassnachrichten konfrontiert wurde.

Ki-filter erkennt und filtert hasskommentare
Der DOSB setzt nun auf eine KI-gestützte Filterfunktion, die in der Lage ist, Hasskommentare und beleidigende Äußerungen automatisch zu erkennen und auszublenden. Diese Technologie wurde bereits bei früheren Veranstaltungen getestet und soll nun bei Olympia 2026 flächendeckend eingesetzt werden. Laut Olaf Tabor, Vorstand Leistungssport, wurden bereits 1300 Hasskommentare herausgefiltert, einige davon werden von der Staatsanwaltschaft untersucht.

Psychologische unterstützung für athleten
Neben dem technischen Schutz durch die KI-Filter bietet der DOSB auch psychologische Unterstützung für die Athleten an. Es ist wichtig, dass sie lernen, mit den negativen Kommentaren umzugehen und sich nicht davon entmutigen lassen. Die Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, dass solche Unterstützung dringend benötigt wird. Auch Mariama Jamanka, ehemalige Bob-Pilotin, betonte die Schwierigkeit, die Urheber von anonymen Hassnachrichten zu identifizieren.

Herausforderungen bei der strafrechtlichen verfolgung
Die strafrechtliche Verfolgung von Hasskommentaren im Internet ist oft schwierig. Die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität in Frankfurt ermittelt nur in besonders schweren Fällen. In den meisten Fällen müssen die Betroffenen selbst Strafanzeige erstatten, was jedoch oft zeitaufwendig und belastend ist. Eine Gesetzesänderung, die eine Ermittlung ohne Strafantrag ermöglichen sollte, wurde bisher abgelehnt.
Athleten nutzen den filter bereits erfolgreich
Philipp Raimund hat den KI-Filter bereits vor der Skiflug-WM aktiviert und berichtet von einer deutlichen Entlastung. Er konnte sich besser auf seine Leistung konzentrieren, da er nicht mehr ständig mit negativen Kommentaren konfrontiert wurde. Die Filterfunktion blendet nicht nur die Kommentare aus, sondern ermöglicht auch eine weitere Auswertung durch die Strafverfolgungsbehörden.

Die rolle der sozialen medienplattformen
Der DOSB fordert auch
von den sozialen Medienplattformen wie Facebook und Instagram eine größere Verantwortung im Kampf gegen Hass und Hetze. Diese sollten stärker gegen beleidigende Inhalte vorgehen und die Urheber identifizieren. Obwohl Meta angibt, gegen Hasskommentare vorzugehen, bleibt die Anzahl der Beleidigungen auf den Profilen der Athleten weiterhin hoch.Insgesamt ist der Einsatz der KI-Filter ein wichtiger Schritt, um die Athleten bei Olympia 2026 besser vor den negativen Auswirkungen von Hasskommentaren zu schützen. Es ist jedoch nur ein Teil einer umfassenderen Strategie, die auch psychologische Unterstützung und eine stärkere Verantwortung der sozialen Medienplattformen umfasst.
