Olmo treibt den spanischen wm-zug an: der schlüsselmann für die semifinale?

Dani Olmo! Dieser Name hallt derzeit in Spanien wider, und das aus gutem Grund. Während viele Augen auf die etablierten Stars gerichtet sind, ist es der Mittelfeldmotor aus Terrassa, der die Furia Roja in den entscheidenden Phasen voranbringt. Seine Dynamik, sein unermüdlicher Einsatz und seine Fähigkeit, das Spiel zu beschleunigen, machen ihn zu einem unverzichtbaren Zahnrad im spanischen WM-Getriebe.

Die kroatische schulung: eine prägende erfahrung

Olmo blickt auf eine bewegte Karriere zurück. Seine Zeit in Kroatien, wo er bereits als Teenager Erfahrungen im Profifußball sammelte, hat ihn geprägt. Dort lernte er die unbändige Kampfesfreude und den unbedingten Siegeswillen, die ihn heute auszeichnen. Diese Mentalität, die er mit Stolz trägt, ist ein entscheidender Faktor für seinen Erfolg.

„Das Team fühlt sich hervorragend, mit großer Begeisterung und Motivation vor dem Spiel gegen Belgien“, so Olmo in einem exklusiven Interview. „Der harte Sieg gegen Portugal hat uns eine enorme Energiequelle gegeben, besonders durch Mikels Tor in letzter Minute. Jetzt gilt es, diese Energie zu nutzen und unser Bestes zu geben.“

Das Tor von Mikel Merino gegen Portugal war ein Nervenkitzel pur. Olmo, der das Spiel von der Bank aus verfolgte, beschreibt die Szene: „Von außen leiden wir Spiele doppelt, aber wir haben es gewürdigt. Ferran Torres drehte sich hervorragend und spielte einen perfekten Pass zu Mikel, der einfach seine Stärken ausspielte. Wir haben es uns verdient.“

Mehr als nur ein mittelfeldspieler

Mehr als nur ein mittelfeldspieler

Luis de la Fuente, der spanische Bundestrainer, lobt Olmo regelmäßig für seine Fähigkeit, das Spiel zu beschleunigen und neue Impulse zu setzen. Und Olmo selbst ist sich seiner Verantwortung bewusst. „Ich befinde mich in einem hervorragenden körperlichen und mentalen Zustand. Wenn das Spiel über meine Füße läuft, muss ich diese Dynamik und den zusätzlichen Impuls geben, der erwartet wird. Das ist meine Essenz als Fußballer – das Spiel zu beschleunigen, immer auf das gegnerische Tor zuzusteuern und Chancen zu kreieren.“

Selbsteinschätzung ist bei Olmo groß geschrieben. „Ich fühle mich auf dem Platz sehr wohl, aber ich bin einer von denen, die immer Verbesserungspotenzial sehen. Ich würde mich mit einer Acht auf einer Skala von Null bis Zehn bewerten. Mir fehlt noch das Tor. Wenn das dann kommt…“, so Olmo mit einem Augenzwinkern.

Das Duell mit Belgien wird eine Zerreißprobe. Olmo warnt vor Selbstüberschätzung: „Es ist verlockend, nach dem Ausscheiden Portugals zu optimistisch zu sein, aber wir dürfen Belgien keinesfalls unterschätzen. Es wird ein intensives und komplexes Spiel. Wir müssen vermeiden, den Gegner zu unterschätzen.“

Die Kritik nach dem Spiel gegen Cabo Verde wurde von Olmo und dem Team mit stoischer Ruhe genommen. „Wir sind uns voll bewusst, dass ein Viertelfinale bei einer Weltmeisterschaft anspruchsvoll ist, unabhängig vom Gegner. In diesem Turnier messen sich die Besten – so war es auch bei der EM. Und wir haben es dort geschafft. Ich bevorzuge es, gegen die stärksten Gegner anzutreten, denn um Weltmeister zu werden, muss man schließlich jeden schlagen.“

Die Euphorie in Spanien ist spürbar, und Olmo bestätigte, dass die Energie aus der Heimat das Team erreicht. „Wir bekommen Dinge von dem Trubel mit, die uns unsere Familie und Freunde hier mitteilen. Das gibt uns Energie.“

Sein Blick zurück auf seine Karriere ist geprägt von Dankbarkeit und Demut. „Es ist ein Traum, der wahr geworden ist – Profifußballer zu werden, mich für mein Land zu qualifizieren und für den FC Barcelona zu spielen, einen der größten Vereine der Welt. Aber es gibt noch so viele weitere Ziele, die ich erreichen möchte.“

Und was ist das nächste Ziel? „Im Moment ist das Ziel nur eines: Diese Weltmeisterschaft zu gewinnen!“

Auch die schwierige Zeit, als er in Zagreb gemobbt wurde, hat Olmo stärker gemacht. „Ich war ein Kind in einem extrem wettbewerbsorientierten Umfeld. Eduardo war ein harter Konkurrent, und ich war der Kleinste. Aber ich habe gelernt, damit umzugehen.“

Olmo ist ein Produkt verschiedener Fußballkulturen – die kroatische Mentalität, das deutsche Engagement und die spanische Technik. Er ist mehr als nur ein Fußballspieler; er ist ein Symbol für harte Arbeit, Entschlossenheit und die Verfolgung von Träumen. Und er ist bereit, Spanien ins Halbfinale zu führen.

„Als Fan von Fußball erinnert mich der Elfmeter von Eloy Olaya bei der WM 1986 an die Dramatik dieses Sports. Hoffen wir, dass sich das nicht wiederholt“, schmunzelt Olmo. Der Blick ist fest auf das nächste Spiel gerichtet, die Vorfreude auf die Semifinale ist greifbar. Die Furia Roja ist bereit.