Olise rettet bayern vor heidenheim-schock: kompany rotiert kräftig!

München – Ein Schock für die Bayern-Fans, eine Sensation für Heidenheim: Nur dank Michael Olise konnte der FC Bayern am 32. Spieltag das 3:3 gegen den Abstiegskandidaten 1. FC Heidenheim rettet. Vier Tage vor dem Halbfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Paris St. Germain offenbarte die Mannschaft von Vincent Kompany deutliche Schwächen.

Rotationsrauswurf vor dem champions-league-kracher

Kompany schien den Liga-Alltag gegen Heidenheim weitgehend zu ignorieren. Die Rotation war enorm – sieben Veränderungen in der Startelf verglichen mit dem Hinspiel gegen Paris. Nur Stanisic, Tah, Pavlovic und Musiala durften bleiben. Im Tor stand Jonas Urbig, der normalerweise nur die Rolle des Ersatzes einnimmt. Der junge Senegalese Bara Ndiaye durfte zudem sein zweites Startelf-Debüt feiern. Eine riskante Strategie, die sich als Fehlentscheidung erwies.

Doch die veränderte Mannschaft fand in der Allianz Arena kaum ihren Rhythmus. Die erste Halbzeit gehörte den Gästen. Heidenheim, normalerweise ein eher unauffälliger Vertreter der Bundesliga, präsentierte sich überraschend frisch und präsentierte die Bayern-Abwehr mit einfachen Mitteln. Zivzivadze brachte die Gäste in der 22. Minute nach einem Eckstoß in Führung, und Dinkci erhöhte in der 27. Minute auf 2:0. Der Knackpunkt: Dinkci spielte trotz der schweren Krebserkrankung seiner Freundin – eine Geschichte, die einen zusätzlich berührt. Der FC Bayern veranstaltete im Vorfeld der Partie eine Spendenaktion für Stammzellspender, doch auf dem Platz wirkte die Mannschaft desillusioniert und unsortiert.

Goretzka’s doppelpack und olise’s rettung

Goretzka’s doppelpack und olise’s rettung

Kompany reagierte vor der Pause mit der Einwechslung von Kane, Diaz, Olise und Co. – ein deutliches Zeichen der Unzufriedenheit. Goretzka, dessen Abschied nach München wohl Richtung Mailand bevorsteht, sorgte mit einem Freistoß für den Anschlusstreffer. Nach der Pause kam dann Kimmich ins Spiel, doch Heidenheim gab nicht auf und stellte mit Zivzivadzes zweitem Treffer erneut auf 3:2. Aber dann kam Olise. In der Nachspielzeit gelang dem Franzosen schließlich der umjubelte Ausgleichstreffer, der den Bayern einen Punkt rettete.

Die Bilanz: Ein glücklicher Punktgewinn für den FC Bayern, der vor dem Duell mit Paris St. Germain eine deutliche Leistungssteigerung zeigen muss. Heidenheim kann stolz auf eine bemerkenswerte Leistung sein, die zeigt, dass im Fußball wirklich alles möglich ist. Die Frage, die bleibt: War Kompanys Rotation ein taktischer Schachzug oder ein riskantes Experiment, das fast in einer Niederlage geendet hätte?