Öberg: weniger reisen – mehr fokus für den biathlon-olymp!

Überraschende Kehrtwende im schwedischen Biathlon-Team: Weltmeisterin Elvira Öberg begrüßt den neuen, weniger reiseintensiven Trainingsplan, der von Bundestrainer Johannes Lukas initiiert wurde. Statt endloser Transfers zwischen Trainingslagern soll nun mehr Zeit für die eigentliche Arbeit und die Regeneration zur Verfügung stehen – eine strategische Entscheidung, die sich langfristig auszahlen könnte.

Die belastung durch reisealltag

Die vergangenen Jahre waren geprägt von einem dichten Reiseprogramm, das nicht nur körperlich, sondern auch mental an die Athleten zehrte. Gerade die Ruhetage, die eigentlich der Erholung dienen sollten, wurden durch lange Transfers und Umstellungen zur zusätzlichen Belastung. „Es macht Spaß, es jetzt auszuprobieren, wir waren in den letzten Jahren viel unterwegs“, so Öberg gegenüber den Medien. „Gerade das Reisen an Ruhetagen hat sich in den vergangenen Jahren angefühlt, als wäre es eine größere Belastung.“

Die 27-jährige Öberg, die in der abgelaufenen Saison im Gesamtweltcup einen starken vierten Platz belegte und bei den Olympischen Spielen Silber mit der Staffel gewann, sieht in der reduzierten Reiseaktivität eine Chance, ihre Gesundheit zu stabilisieren. „Es ist eine meiner großen Herausforderungen in diesem Sommer und Herbst, gesund zu bleiben. Da hilft es natürlich, weniger zu reisen.“, betonte sie. Lukas‘ Ansatz, aus den Erfahrungen der letzten vier Jahre zu lernen, scheint sich bereits jetzt auszuzahlen.

Fokus auf stehschießen und langfristige ziele

Fokus auf stehschießen und langfristige ziele

Neben der reduzierten Reisebelastung liegt ein weiterer Schwerpunkt im Training auf der Verbesserung der Schießleistung, insbesondere im Stehschießen. „Wir haben jetzt darüber gesprochen, aber man kann nicht alles innerhalb einer Saison auf den Kopf stellen. Ich sehe aber, dass ich noch einige Jahre dabei bleiben werde. Dann wird es eben ein Prozess“, erklärte Öberg. Die Geschwindigkeit am Schießstand soll in den kommenden Monaten gezielt trainiert werden, wobei der Fokus auf einer nachhaltigen Verbesserung liegt und nicht auf kurzfristigen Erfolgen.

Der neue Trainingsplan bietet Öberg und dem schwedischen Team somit die Möglichkeit, sich ganz auf die Wettkampfvorbereitung und die persönliche Entwicklung zu konzentrieren. Die kommenden Monate werden zeigen, ob diese strategische Neuausrichtung Früchte trägt und die schwedische Biathlon-Nationalmannschaft in der kommenden Saison noch erfolgreicher sein wird.