Nuggets bezwingen timberwolves: murray schreibt playoff-geschichte!
Denver hat sich in der ersten Runde der Western Conference Playoff gegen Minnesota mit 116:105 durchgesetzt. Doch der Sieg war knapper als das Ergebnis vermuten lässt und wurde maßgeblich von einer außergewöhnlichen Leistung Jamal Murrays an der Freiwurfline und dem unermüdlichen Nikola Jokic gezeichnet.

Ein holpriger start für die hausherren
Die Timberwolves präsentierten sich zu Beginn der Partie überraschend stark und bauten eine Führung von elf Punkten auf (12:23). Die Nuggets gerieten kurzzeitig in Bedrängnis, doch die Antwort kam von ihrer Bank. Die erste Halbzeit endete schließlich mit einem ausgeglichenen Stand von 62:62, was die Spannung des Spiels unterstrich.
Was niemand bemerkt hat: Jamal Murray war zwar von der Dreierlinie nicht bei Kräften – er verfehlte all acht seiner Versuche –, doch er kompensierte dies mit einer historischen Leistung an der Freiwurflinie. Er traf alle 16 seiner Würfe und schrieb damit Playoff-Geschichte.
Nikola Jokic dominierte die Partie mit einem weiteren Triple-Double und nähert sich dem historischen Rang von Russell Westbrook in den Playoffs. Seine Präsenz war unübersehbar und trug maßgeblich zum Sieg bei.
Anthony Edwards (22 Punkte, 9 Rebounds, 7 Assists) und Rudy Gobert (17 Punkte, 10 Rebounds) lieferten ebenfalls starke Leistungen für die Timberwolves, konnten aber Murrays und Jokics Leistung nicht neutralisieren. Gobert stellte zudem einen neuen Playoff-Rekord auf: Er ist der erste Spieler, der in einem Playoff-Spiel einen Double-Double mit einer Trefferquote von 80% oder höher erzielt hat.
Die Timberwolves-Trainer Chris Finch war nach dem Spiel sichtlich frustriert über die hohe Anzahl an Freiwürfen, die seine Mannschaft gegen die Nuggets zuließ. „16 Freiwürfe für einen Spieler sind enorm, fast so viele wie wir im gesamten Spiel geworfen haben. Wir müssen uns in solchen Situationen besser positionieren und Murray nicht den Raum geben, den er benötigt, um Kontakt herzustellen und sich zu fallen zu lassen“, erklärte er.
Das Comeback der Nuggets in der zweiten Halbzeit war entscheidend. Die Verteidigung stabilisierte sich, und Jokic nutzte seine Position im Korb optimal. Die Timberwolves konnten dem Druck nicht standhalten und verloren das Spiel am Ende deutlich.
Die Serie geht nun nach Minnesota, wo die Timberwolves versuchen werden, den Rückstand auszugleichen. Ob sie die Lösung gegen Murrays Freiwürfstrategie und Jokics Allmacht finden werden, bleibt abzuwarten. Fest steht, dass die Nuggets mit diesem Sieg eine klare Botschaft an die gesamte Liga gesendet haben: Sie sind bereit, um den Titel zu kämpfen.
