Nuggets am abgrund: jokic-dilemma droht playoff-aus!
Denver – Die Denver Nuggets stehen vor dem wohl größten Desaster in der Ära Nikola Jokic. Nach drei deutlichen Niederlagen in der ersten Runde der NBA Playoffs gegen die Minnesota Timberwolves wächst die Sorge, dass das Team von Coach Michael Malone schon frühzeitig den Stecker ziehen muss. Die Timberwolves, angeschlagen von Verletzungen, zeigen bisher eine beeindruckende Dominanz, die die Nuggets in ernsthafte Bredouille bringt.
Die jokic-bilanz: eine serie wie nie zuvor
Was vor allem Kopfschmerzen bereitet: Die herausragende Leistung von Nikola Jokic, dem dreifachen MVP, bleibt aus. Seine bisherige Playoff-Bilanz in dieser Serie ist erschreckend – 25,0 Prozent Trefferquote aus dem Feld und eine vergleichsweise schwache Quote von Dreiern. Rudy Gobert, der Center der Timberwolves, hat den Slowenen offensichtlich das Leben schwer gemacht, indem er die Zone besetzt hält und Jokic zwingt, weniger Dreier zu werfen. Ein fataler Fehler, denn die fehlende Bedrohung von der Dreierlinie nimmt Jokic’s Spiel erheblich an Dynamik.
Die Situation ist jedoch komplexer. Der von Verletzungen geplagte Aaron Gordon kann seine Rolle kaum ausfüllen, und auch Peyton Watson fehlt. Aber die eigentliche Ursache liegt im Zusammenspiel mit Jamal Murray. Der von allen erwartete „Murray-Jokic-Pick'n'Roll“ funktioniert bestenfalls mittelmäßig. Wenn Jokic seine Dreier nicht fallen lässt, kann Gobert Murrays Zug zum Korb abdecken, was McDaniels und Dosunmu die Chance gibt, Druck auf den Guard auszuüben.
Die Wolves kennen den Plan: Minnesota profitiert von ihrer Erfahrung aus den vergangenen drei Jahren und hat die Schwächen der Nuggets erkannt und konsequent ausgenutzt. Chris Finch, der Coach der Timberwolves, hat hier die richtigen Schlüsse gezogen. Die Nuggets’ einzigartige Offensivstrategie, die so viele Teams in der Vergangenheit vor Probleme gestellt hat, wird nun effektiv konterkariert.

Defensive schwächen und transition-probleme
Doch es ist nicht nur Jokics offensive Leistung, die die Nuggets zu schaffen macht. Auch defensiv zeigen sie deutliche Schwächen. Jokic, der sonst mit seinen Händen aktiv war und meist die richtigen Positionen einnahm, wirkt nun oft unbeteiligt. Die Transition-Spielzüge der Timberwolves werden zu einfach, da die Nuggets selten in der Lage sind, schnell umzuschalten. McDaniels hat Recht: Die Verteidigung der Nuggets ist schlichtweg nicht gut genug.
Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: Während Denver in der Regular Season mit Jokic auf dem Feld ein Offensiv-Rating von 1,28 Punkten pro Angriff aufwies (Liga-Schnitt: 1,16), ist dieser Wert gegen die Timberwolves auf alarmierende 1,04 Punkte gefallen – der schlechteste Wert in der gesamten NBA.
Die Hoffnung für Denver besteht darin, dass die Verletzungen auf Timberwolves-Seite die Karten neu mischen. Doch die Nuggets müssen sich bis zur Nacht auf Dienstag spürbar steigern. Sonst droht ein früher und demütigender Abgang aus den Playoffs. Die Frage ist nicht, ob, sondern wann Nikola Jokic seine Form wiederfindet und seine Mannschaft wieder an die Erfolge von 2023 erinnert.
Die Timberwolves haben bewiesen, dass sie die Nuggets nicht unterschätzen. Die Aufgabe für Denver ist klar: Jokic muss sich fangen und seine Mitspieler besser einbinden, sonst ist die Reise in den Urlaub schneller vorbei, als ihnen lieb ist.
