Norwegen schockt: haaland & ödegaard bleiben auf der bank – wm-aus?

Ein Schachzug, der für Kopfschütteln sorgte: Norwegen verzichtete im entscheidenden Gruppenspiel der Weltmeisterschaft gegen Frankreich auf seine beiden Superstars Erling Haaland und Martin Ödegaard. Der Grund: Ein vermeintlich leichterer Weg im Achtelfinale. Doch hat Trainer Ståle Solbakken mit dieser radikalen Rotation alles richtig gemacht?

Die überraschende aufstellung sorgte für aufregung

Schon vor dem Anpfiff kochte die Stimmung. Die norwegische Zeitung Aftenbladet sprach von einem „Schock“, Nettavisen von internationalem Spott. Die Entscheidung von Solbakken, nicht nur Haaland und Ödegaard, sondern gleich zehn Positionen im Vergleich zum Spiel gegen Senegal zu verändern, war gewagt – und wurde von vielen Fans und Experten kritisiert.

„Wir sind nicht hier, um uns die Füße wundzulaufen“, erklärte Solbakken nach der 1:4-Niederlage. „Wir wollen so lange wie möglich in diesem Turnier bleiben. Diese Maßnahme war alternativlos.“ Die Tests hätten eindeutige Ermüdungserscheinungen bei den Stammspielern gezeigt. Ein „No-Brainer“, wie der Trainer betonte.

Die Fans mögen es anders gesehen haben, doch Solbakken ließ sich nicht beirren. „Wir haben keine Zeit verschwendet, um über diese Entscheidung nachzudenken. Hätten wir Haaland und Ödegaard gebracht, hätte das die Weltmeisterschaft nicht verlängert.“ Eine ehrliche Ansage, die zeigt, dass Solbakken seine Ziele klar vor Augen hat.

Jetzt heißt es elfenbeinküste – und dann?

Jetzt heißt es elfenbeinküste – und dann?

Trotz des Wechsels hat Norwegen sich lediglich den zweiten Platz gesichert. Das bedeutet: Im Achtelfinale am Dienstag (19 Uhr) trifft man auf die Elfenbeinküste. Und sollte man sich gegen dieses Team durchsetzen, droht bereits im Viertelfinale ein Duell mit Brasilien. Ein vermeintlich leichterer Weg im Turnier ist es also nicht geworden. Frankreich muss indes gegen Schweden ran, wobei ein mögliches Achtelfinalduell gegen Deutschland auf die Franzosen wartet.

Die Entscheidung von Solbakken mag riskant gewesen sein, aber sie unterstreicht den Anspruch des norwegischen Teams, dieses Turnier ernst zu nehmen. Ob sich die Rotation letztendlich auszahlt, wird die kommenden Spiele zeigen. Fest steht: Norwegen hat mit dieser Strategie für Gesprächsstoff gesorgt und die WM-Bühne verlassen – zumindest vorübergehend – in aller Munde.