Nkunku: seine chance im rossoneri-dress – und die misere von pulisic!
Milan – Christopher Nkunku, der französische Angreifer, steht vor einer entscheidenden Weggabelung. Nach einem vielversprechenden Start in der Serie A scheint der 37-Millionen-Euro-Mann ins Stocken geraten zu sein. Am Sonntag gegen Sassuolo winkt ihm die Chance, die skeptischen Blicke zu entkräften – während sein Nebenmann, Christian Pulisic, auf der Bank schmoren muss.

Ein rotes datum im kalender: der 3. februar
Christopher Nkunku hat in Milanello ein Ziel vor Augen: den 3. Februar. An diesem Tag in Bologna traf er zum letzten Mal für die Rossoneri. Es war der Beginn einer Durststrecke, die ihn von seiner bisherigen Form entfernt hat. Nach einer starken Phase im Dezember, in der er fünf Tore in knapp über einem Monat erzielte, ist Nkunku seitdem kaum noch in Szene gesetzt worden. Nur drei seiner letzten elf Spiele begann er in der Startelf.
Die Entscheidung von Trainer Max Allegri, Nkunku gegen Sassuolo neben Rafa Leao aufzustellen, ist nicht nur taktischer Natur. Pulisic, der als „Capitan America“ galt, zeigt seit seinem Wechsel vom Chelsea eine erschreckend schwache Leistung. 2024 erzielte er kein einziges Tor, und seine Torflaute erstreckt sich bereits über 16 Spieltage – eine Misere, die ihm in seiner Karriere mit dem Chelsea nur einmal passierte.
Die Konsequenz: Pulisic muss vorerst auf der Bank Platz nehmen. Ob dies eine taktische Maßnahme ist, um ihn von der Belastung zu befreien, oder ob Allegri versucht, mit einer veränderten Formation neue Impulse zu setzen, bleibt abzuwarten. Der Fokus liegt nun auf Nkunku und Leao, die das letzte Tor eines Milan-Stürmers erzielten – ein Tor, das vom Assist Nkunkus vorbereitet wurde. Eine gewisse Symbolik liegt darin, dass Allegri auf diese bewährte Kombination setzt.
Die Situation ist komplex. Nkunku muss beweisen, dass er das Geld wert ist, das Milan für ihn investiert hat. Sein Einfluss auf das Spiel war bisher weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Gelingt ihm gegen Sassuolo der Durchbruch, könnte er sich doch noch eine Zukunft im Rossoneri-Trikot sichern. Andernfalls droht ein Abgang im Sommer.
Auch für Pervis Estupinan, der ecuadorianische Linksverteidiger, gilt es, zu zeigen, was er kann. Nach einer anfänglichen Hoffnung, in die Stammelf aufzusteigen, wurde er von Bartesaghi verdrängt. Nun, mit einem Leistungstief des jungen Verteidigers, winkt ihm eine neue Chance. Ardon Jashari könnte ebenfalls profitieren, obwohl der Kampf um die Position von Modric weiterhin eröffnet bleibt.
Die Ausfälle von Odogu, der sich einer Muskelermüdung unterziehen musste, und die Torflaute der Offensive verdeutlichen die Dringlichkeit, gegen Sassuolo zu punkten.
Die Frage, die sich nun stellt: Kann Nkunku seine Chance nutzen und Milan zurück ins Champions-League-Geschäft katapultieren? Die Antwort wird am Sonntag gegeben.
