Nkunku: letzte chance im dress des ac mailand?
Milan – Christopher Nkunku, die 37-Millionen-Euro-Verpflichtung des AC Mailand, steht vor einer Weggabelung. Nach einer Saison voller Enttäuschungen und verpassten Chancen könnte das Spiel gegen Sassuolo die letzte Möglichkeit für den französischen Offensivmann sein, sich im Mailänder Anzug zu beweisen. Die Erwartungen waren hoch, die Realität sieht anders aus.

Ein ballon, der luft verliert
Die Metapher ist treffend: Nkunkus Leistungskurve erinnert an einen Ballon, der Woche für Woche Luft verliert. Nach einigen kurzen Aufblähungen, die kurzzeitig Hoffnung weckten, ist die Energie aus dem Spiel des Franzosen gewichen. Trainer Stefano Pioli scheint ebenfalls unzufrieden und überlegt, ihm gegen Sassuolo den Vorzug gegenüber dem amerikanischen Angreifer Pulisic zu geben. Ob dies der entscheidende Wendepunkt sein wird, bleibt abzuwarten.
Pulisic, der selbst ebenfalls nicht in Bestform ist, muss sich also gegen Nkunku behaupten. Die Entscheidung von Pioli könnte ein Zeichen dafür sein, dass die Geduld mit dem teuren Neuzugang langsam zu Ende geht. Es wäre ein bitteres Ende für eine Investition, die darauf ausgelegt war, die Offensive des AC Mailand deutlich zu verstärken.
Die Zahlen lügen nicht: In 31 Einsätzen gelangen Nkunku lediglich sechs Treffer, davon drei per Elfmeter. Eine durchschnittliche Quote, die angesichts des hohen Preises kaum zu rechtfertigen ist. Es ist ein Fakt, der dem Verein Kopfzerbrechen bereitet und die Frage aufwirft, ob Nkunku tatsächlich zum Spielstil des AC Mailand passt oder ob die Verantwortlichen einen Fehleinkauf begangen haben.
Die Verpflichtung von Füllkrug im Januar, obwohl der deutsche Stürmer selbst nicht überzeugen konnte, verdeutlicht die ursprüngliche Fehlplanung im Angriff. Man suchte verzweifelt nach einer Lösung, fand aber keine, die wirklich den gewünschten Effekt erzielte. Nkunku, der sich eigentlich als spielgestaltender Offensivmann präsentierte, fand sich oft in der Rolle eines zweiten Stürmers wieder – eine Position, die ihm nicht in die Hand liegt.
Nun stehen noch 360 Minuten auf dem Programm. 360 Minuten, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, um vielleicht doch noch das Ruder herumzureißen. Vielmehr nicht. Die Zeit drängt, und Nkunku muss liefern. Andernfalls könnte sein Kapitel beim AC Milan bereits nach einer Saison zu Ende gehen – ein teurer Fehltritt für den ambitionierten Mailänder Klub.
