Njinkeu und co. attackieren ankara: dhb-u20 jagt wm-platz mit neuem gesicht

Die U20-Handballerinnen haben den Turbo gezogen. Vom 6. bis 11. April ballert sich das Team in Großwallstadt für die WM-China, danach geht’s nach Ankara, wo sie am 9. und 10. April um 17 Uhr zweimal gegen die Türkei ran. Für Farrelle Njinkeu ist das die erste Reise nach der A-Länderspiel-Premiere – und für Bundestrainer Christopher Nordmeyer der letzte Check, wer game-ready ist.

Keine siegermentalität, sondern neuanfang

Nach dem EM-Triumph der U19 setzte Nordmeyer bewusst den Rotstift. „Wir haben den Schnitt gemacht, weil jede, die zuvor nicht dabei war, eine echte Chance verdient“, sagt er. Ergebnis: nur noch vier Europameisterinnen stehen im aktuellen Kader, dafür rücken neue Gesichter wie Lilly Glimm (HC Leipzig) oder Eike Hannemann (Frankfurter HC) – die einzige Nicht-Bundesliga-Akteurin – in den Fokus. Die Botschaft: Entwicklung vor Etikett.

Der Dreh- und Angelpunkt heißt Stabilität. Die Mannschaft probte in Ungarn bereits zwei Abwehrsysteme und schlug überraschend China, Rumänien und den Gastgeber. „Jede Einzelne hat an sich gearbeitet“, schwärmt Nordmeyer. Nun soll das Kollektiv variabler werden – vor allem die Zusammenarbeit mit dem Kreisläufer.

Wm-gegner schon klar, kader noch offen

Wm-gegner schon klar, kader noch offen

Im Juni folgt das letzte Testturnier, dann reist der endgültige Kreis nach China. Dort warten in der Vorrunde Rumänien, Brasilien und Kanada. Die Konkurrenz schläft nicht: Rumänien etwa verpflichtete extra Analysten für Video-Scouting. Deutschland antwortet mit Tempo-Handball und einer Bank, die fast vollständig Bundesliga-Luft schnuppert. Nur Hannemann trainiert außerhalb des Oberhauses – und genau das macht sie laut Nordmeyer „hungrier als alle anderen“.

Für Njinkeu und Co. beginnt jetzt der Countdown. Wer in Ankara überzeugt, packt den Koffer Richtung Asien. Wer zögert, fliegt raus. Die Uhr tickt – und der Ball rollt.