Niedersachsen: Trotz leichter Abnahme – Badetod steigt bundesweit an

Hannover (dpa/lni) – Trotz einer leichten Reduzierung der Badetoten in Niedersachsen und Bremen ist die Zahl der Todesopfer in deutschen Gewässern im ersten Halbjahr 2024 deutlich gestiegen. In Niedersachsen sind in den ersten sieben Monaten des Jahres mindestens 23 Menschen ertrunken, in Bremen zwei.

Zahl der Badetoten in Niedersachsen leicht gesunken

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) teilte mit, dass dies etwas weniger sei als im Vorjahreszeitraum, als bis einschließlich Juli 24 Menschen gestorben waren. Auch in Bremen ging die Zahl von drei auf zwei Badetote zurück.

Bundesweit deutlicher Anstieg der Todesopfer

Bundesweit deutlicher Anstieg der Todesopfer

Im Gegensatz dazu stieg die Zahl der Todesopfer bundesweit in dem Zeitraum deutlich um 15 auf 261. Besonders im Juni, während der Hitzewelle, gab es in Niedersachsen neun Todesopfer im Wasser, im Vergleich zu fünf im Vorjahresmonat.

Seen als Gefahrenzone und Warnung der DLRG

Seen als Gefahrenzone und Warnung der DLRG

Die meisten Menschen ertranken in Seen (11), eine Zunahme gegenüber den sieben Fällen im Vorjahr. Unter den Opfern waren vor allem ältere Menschen, während die Zahl junger Badetoter bundesweit besonders zugenommen hat. Ein Sprecher des niedersächsischen DLRG-Landesverbands warnte: „Unbewachte Gewässer sind die größte Gefahr. Viele Menschen unterschätzen die Gefahren am und im Wasser sowie ihre eigenen Schwimmfähigkeiten.“ Die Lebensretter raten davon ab, an unbewachten Badestellen zu schwimmen.