Niederlage für die füchse berlin: gidsel macht einen frustrierenden abend durch

Enttäuschende niederlage für die füchse berlin in der champions league

Berlin – Die Füchse Berlin mussten sich im Viertelfinale der Champions League gegen Industria Kielce mit 31:33 geschlagen geben. Besonders bitter: Welthandballer Mathias Gidsel erlebte einen Abend, der ihm sichtlich zu schaffen machte. Der dänische Superstar wurde von Kielces Trainer Talant Dujshebaev mit einer ungewöhnlichen taktischen Maßnahme aus dem Spiel genommen.

Dujshebaev setzt auf manndeckung – eine seltenheit im handball

Dujshebaev setzt auf manndeckung – eine seltenheit im handball

Ab der 18. Minute ordnete Dujshebaev eine komplette Manndeckung gegen Gidsel an. Eine Taktik, die im Profihandball äußerst selten zu sehen ist und die Gidsel bekanntermaßen überhaupt nicht mag. Der französische Nationalspieler Dylan Nahi nahm die Aufgabe an und klebte Gidsel förmlich auf den Fersen. Trotz der intensiven Bewachung erzielte Gidsel zwar immerhin zehn Tore, konnte die Niederlage seiner Mannschaft aber nicht verhindern.

Gidsels frustration: „ein bisschen langweilig“

Gidsels frustration: „ein bisschen langweilig“

„Es ist ein bisschen langweilig, da nur an der Mittellinie rumzustehen und den Kollegen zuzuschauen, wie sie versuchen, das zu lösen. Ich will immer mitmachen“, gestand Gidsel nach dem Spiel. Die fehlende Beteiligung am Spielaufbau sichtlich frustriert. Doch die Ursache für die Niederlage lag nicht allein in der Manndeckung, sondern auch in der schwachen Trefferquote der restlichen Füchse-Mannschaft.

Psychologische kriegsführung: gespräche an der mittellinie

Psychologische kriegsführung: gespräche an der mittellinie

Während des Spiels kam es immer wieder zu interessanten Szenen zwischen Gidsel und Nahi. Nicht nur zu hartem Rangeln, sondern auch zu entspannten Gesprächen an der Mittellinie oder am Spielfeldrand. Was wurde da ausgetauscht? Gidsel verriet: „Ich kenne Nahi schon aus den Jugendnationalmannschaften. Wir haben immer mit 15 Toren gegen die Franzosen verloren, die waren damals mit Nahi und Prandi nicht zu schlagen.“

Erinnerungen an alte duelle und gegenseitiger respekt

„Daher weiß ich, dass er immer aufs Mentale geht und ständig mit einem sprechen will. Ich habe da immer versucht zu grinsen, im mentalen Duell“, so Gidsel weiter. Die beiden sprachen über ihre alten Duelle und darüber, wie unfassbar es sei, dass sie nun gemeinsam auf dem Parkett stünden und sich immer noch gegenüberstünden. Eine Mischung aus Rivalität und Respekt schien die Interaktion zu prägen.

Fazit: kielce siegt dank manndeckung und berliner schwächen

Letztendlich setzte sich Industria Kielce verdient durch. Die Manndeckung gegen Mathias Gidsel war ein wichtiger Faktor, aber auch die mangelnde Effizienz der Füchse-Angriffsreihen trug zur Niederlage bei. Die Hoffnung auf den Einzug ins Halbfinale der Champions League ist damit deutlich geschmälert.