Nfl-boom für berlin: 74 millionen euro durch erstspiel!

Berlin hat sich als Football-Metropole etabliert – das zeigt eine aktuelle Studie zum ersten NFL-Spiel im Olympiastadion. Die Einnahmen sind beeindruckend, aber auch die Kritik am hohen Investitionsvolumen hält an.

Ein wirtschaftsfaktor von nfl-größe

Die Zahlen sprechen für sich: Das erste reguläre Saisonspiel der National Football League in Berlin im November 2025 hat der Stadt und dem Land einen gesamtwirtschaftlichen Effekt von satten 74,3 Millionen Euro beschert. Eine Studie von „The Sports Consultancy“ kommt zu dem Schluss, dass die Fans durchschnittlich 373 Euro pro Tag in der Hauptstadt ausgegeben haben. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die NFL mehr als nur ein Sportevent ist – sie ist ein echter Wirtschaftsfaktor.

Allerdings gibt es auch kritische Stimmen. Der Senat hat 12,5 Millionen Euro in das Dreifach-Spektakel investiert, was angesichts der angespannten Haushaltslage durchaus fragwürdig erscheint. Die NFL steuert zwar 48 Millionen Euro bei, aber die Frage, ob sich diese Investition langfristig rechnet, bleibt offen. Alexander Steinforth, der Chef von NFL Deutschland, sieht die Sache jedoch ganz anders: „Die Premiere in Berlin war ein weiterer Meilenstein für uns in Deutschland und hat gezeigt, dass wir uns erfolgreich weiterentwickelt haben.“

Mehr als nur ein spiel: ein festival für football-fans

Mehr als nur ein spiel: ein festival für football-fans

Das Spiel zwischen den Atlanta Falcons und den Indiana Colts, das vor 72.203 begeisterten Zuschauern im Olympiastadion stattfand, war mehr als nur ein Football-Match. Es war ein dreitägiges Festival, das die Stadt auf das Ereignis einstimmt und zehntausende Fans für den Sport begeisterte – auch für Flag Football, das bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles sein Debüt feiert.

Besonders beeindruckend ist, dass über 80 Prozent der Besucher aus dem Ausland angereist sind, mehr als jeder zehnte sogar aus den USA. Das zeigt, dass die NFL in Berlin ein internationales Publikum anzuziehen weiß. Die Verantwortlichen blicken optimistisch in die Zukunft: „Für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Land Berlin möchten wir uns noch einmal bedanken und freuen uns auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit im Jahr 2027“, so Steinforth.

Während Berlin sich freut, wird das nächste NFL-Game in diesem Jahr in München ausgetragen. In den Jahren 2027 und 2029 kehren die American Footballer dann zurück in das Berliner Olympiastadion, um weitere zwei Spiele zu zeigen. Die NFL hat in Berlin einen Fuß gefasst, und es bleibt abzuwarten, ob die Stadt sich endgültig als Football-Hochburg etablieren kann.