Nfl: mehr spiele im ausland – klubs verlieren kontrolle!

Die National Football League (NFL) schraubt ihre Internationalisierungsstrategie auf ein neues Level. Ab 2027 dürfen sich Fans weltweit auf deutlich mehr Spiele ihrer Lieblingsmannschaften freuen – allerdings auf Kosten der Kontrolle, die die Franchises bisher über ihre Auslandsspiele hatten.

Entscheidung beim spring league meeting: neue regeln für auslandsspiele

Entscheidung beim spring league meeting: neue regeln für auslandsspiele

Im Rahmen des Spring League Meetings der National Football League wurde eine bahnbrechende Entscheidung getroffen: Die Anzahl der Partien außerhalb der USA wird ab 2027 auf zehn angehoben. Das bedeutet eine deutliche Steigerung gegenüber den bisherigen acht internationalen Spielen pro Saison. Doch damit nicht genug: Die Teams verlieren das Recht, zwei ausgewählte Heimspiele vor einer Verlegung ins Ausland zu schützen. Diese Änderung soll die Planbarkeit der Spiele verbessern und die Möglichkeit eröffnen, auch Top-Spiele in anderen Ländern auszutragen.

Die NFL hat in den letzten Jahren bereits eine solide Fanbasis in Deutschland aufgebaut, insbesondere durch die Auftritte in Berlin, Frankfurt und München. Peter O’Reilly, stellvertretender Geschäftsführer des Klubbereichs, betonte, dass das „Ziel ist, in die Märkte zurückzukehren, in denen wir gerade Fuß fassen.“ Aber es geht um mehr als nur Deutschland. Die Liga hat auch andere Regionen der Welt im Blick, darunter Asien, wo möglicherweise schon in den kommenden Jahren NFL-Spiele stattfinden könnten.

Das Jahr 2026 wird bereits einen Rekord aufstellen: Neun Spiele auf vier verschiedenen Kontinenten. Frankreich und Australien werden zum ersten Mal Gastgeber sein, und auch München wurde erneut ausgewählt. Die Jacksonville Jaguars haben sich bereits freiwillig dazu verpflichtet, ein Heimspiel im Londoner Wembley-Stadion auszutragen. Die Verhandlungen mit der Spielergewerkschaft laufen bereits, und es ist durchaus denkbar, dass in Zukunft sogar 16 internationale Spiele pro Saison stattfinden werden.

Die Entscheidung der NFL ist ein klares Signal: Der amerikanische Sportartikelriese setzt weiterhin auf eine globale Expansion. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entwicklung auf die Teams und ihre Fans auswirken wird, aber eines ist sicher: Die NFL wird in Zukunft noch präsenter auf der internationalen Bühne sein. Die Liga hat sich damit ein klares Ziel gesetzt: die Welt zu erobern, ein Touchdown nach dem anderen.