Neulengbach verpasst lizenz: rapid steht vor dem bundesliga-aufstieg

Schock in der österreichischen Frauenfußball-Bundesliga: Der ehemalige Serienmeister USV Neulengbach muss in der Saison 2026/27 auf den sportlichen Betrieb verzichten. Die Lizenzierungsstelle hat dem Verein die Spielberechtigung verweigert, was Neulengbach in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten stürzt. Gleichzeitig rückt SK Rapid Wien immer näher an die Bundesliga – ein echter Coup für die Wienerinnen.

Neulengbachs insolvenz droht – bundesliga-traum zerplatzt

Die Entscheidung der Lizenzierungsstelle ist ein herber Schlag für den USV Neulengbach, der erst kürzlich ein Insolvenzverfahren angekündigt hatte. Die Gründe für die Ablehnung liegen offenbar in den finanziellen Unstimmigkeiten des Vereins. Ein Lizenzierungsverfahren, das erstmals in dieser Form für die Frauen-Bundesliga durchgeführt wurde, sah insgesamt zehn Bewerber vor, darunter neun Bundesligisten und Zweitligist SK Rapid. Nur diese Vereine erhielten die ersehnte Genehmigung für die kommende Saison. Ein bitterer Moment für einen Verein mit großem Namen und Tradition.

Rapid wien auf dem weg nach oben – krottendorf muss bangen

Rapid wien auf dem weg nach oben – krottendorf muss bangen

Während Neulengbach am Boden liegt, kann SK Rapid Wien optimistisch in die Zukunft blicken. Nach 17 von 22 Runden liegt der Verein derzeit nur einen Punkt hinter dem Tabellenführer SVK Wildcats aus Krottendorf. Allerdings hat auch Krottendorf die Lizenzierung nicht bestanden. Das bedeutet: Rapid Wien hat nun die realistische Chance, den aufstieg in die Bundesliga perfekt zu machen. Die Spannung in der zweiten Frauen-Bundesliga ist damit enorm gestiegen.

Thomas Hofer-Zeni, Vorsitzender des zuständigen Senats 5, bewertete das erste Lizenzierungsverfahren insgesamt positiv. Sechs weitere Vereine – Austria Wien, SKN St. Pölten, Sturm Graz, Red Bull Salzburg, Altach und Vienna – dürfen zudem an den internationalen UEFA-Frauen-Klubbewerben teilnehmen. Die Entwicklung des Frauenfußballs in Österreich schreitet also rasant voran, auch wenn der Fall Neulengbach eine dunkle Wolke am Horizont wirft.