Neuer-poker geht weiter: wm-comeback noch möglich?

München – Die Fußballwelt rätselt weiterhin: Manuel Neuer, der deutsche Rekordtorhüter, hat im Nachgang zum Sieg gegen Köln die Spekulationen um ein mögliches Comeback bei der Weltmeisterschaft weiter angeheizt. Eine klare Absage blieb ihm bei seinem Sky-Interview erspart, was die Gerüchte um seine Rückkehr ins DFB-Team neu beflügelt.

Kompany-entscheidung wirft fragen auf

Kompany-entscheidung wirft fragen auf

Trainer Vincent Kompany sorgte für zusätzliche Verwirrung, als er Neuer in der 60. Minute des Spiels gegen Köln überraschend auswechselte. Die offizielle Begründung: ein leichtes Zwicken in der Wade. Doch die Geste wirkte angesichts der anhaltenden Diskussionen um Neuers WM-Zukunft ungewöhnlich. Beobachter mutmaßen, dass Kompany möglicherweise ein Signal an den DFB senden wollte oder die Situation bewusst offen hält.

Ein Detail, das viele nicht sehen: Die Tatsache, dass Neuers Name weiterhin auf der Liste der 55 potenziellen WM-Kandidaten des DFB steht, die bei der FIFA eingereicht wurde, lässt erahnen, dass die Tür für eine Rückkehr noch nicht ganz geschlossen ist. Julian Nagelsmann, der Bundestrainer, hatte zwar betont, dass Neuer aus freien Stücken zurückgetreten sei, doch die anhaltende Unsicherheit deutet auf mehr als nur eine Formalität hin.

Oliver Baumann, der Hoffenheimer Torwart, geht weiterhin selbstbewusst davon aus, die deutsche Nummer eins zu sein. „Ich habe meine Infos – von meinem Gespräch mit Julian. Es war ein Vier-Augen-Gespräch“, erklärte er nach dem 0:4 gegen Borussia Mönchengladbach. Doch Neuers subtile Spielchen lassen den Zweifel aufkommen.

Die finale Entscheidung wird Nagelsmann am Donnerstag bei der Bekanntgabe des WM-Kaders treffen. Bis dahin bleiben die Fans im Ungewissen, ob der erfahrene Keeper noch einmal die Chance hat, für Deutschland zu spielen. Es ist ein Poker mit ungewissem Ausgang, der die Fußballnation in Atem hält.

Die Spannung steigt, während die Zeit verrinnt. Ob Neuer seine Karriere mit einem letzten großen Turnier krönen kann, bleibt abzuwarten. Eine Sache ist jedoch klar: Der Name Manuel Neuer wird weiterhin für Diskussionen sorgen, bis der finale Kader steht.