Neuer-comeback? torjäger-torwart spielt mit der frage!
München – Nach seiner Glanzleistung im Champions-League-Finale gegen Real Madrid schürt Manuel Neuer erneut Hoffnungen auf ein Comeback im DFB-Tor bei der WM. Doch der 40-Jährige gibt sich schwer aus und lässt die Spekulationen weiter brodeln.
Die meister-mentalität trügt
Die Diskussion um die Torwartfrage im DFB-Team flammt nach Neurers herausragender Leistung wieder auf. Julian Nagelsmann und Neuer selbst hatten ein klares Comeback im Sommer eigentlich ausgeschlossen. Doch der Sieg gegen die Königlichen, für den Neuer mit einigen Weltklasse-Paraden maßgeblich verantwortlich war – ihm wurde dafür die Note 1 in der Sport1-Einzelkritik gegeben – wirft nun neue Fragen auf. Der Keeper lässt die Debatte bewusst an sich ziehen.
Nach dem Spiel am Mikrofon wirkte Neuer zunächst diplomatisch, ließ dann aber eine kleine Hintertür offen: „Sollen wir das Thema jetzt wieder aufmachen?“, grinste er, bevor er hinzufügte: „Nein, wichtig ist, dass wir mit dem FC Bayern dieses Spiel gewonnen haben. Wir werden versuchen, das im Rückspiel zu bestätigen.“ Diese Ausweichmanöver sind typisch für einen Spieler, der seine Optionen offenhalten will.
Seine Konzentration gilt einzig und allein dem FC Bayern – zumindest nach außen. „Das ist entscheidend“, betonte Neuer, „alles andere zählt für mich jetzt überhaupt nicht.“ Ein Anruf Nagelsmanns? „Wir brauchen das Thema jetzt nicht aufmachen. Wirklich.“

Matthäus' forderung: „du bist zu spät!“
Auf die deutliche Forderung des TV-Experten und Rekordnationalspielers Lothar Matthäus, Neuer müsse bei der WM dabei sein, reagierte der Schlussmann kurz und knapp: „Haben wir gerade schon gehabt. Du bist zu spät. Alles gut.“ Diese lakonische Antwort deutet an, dass Neuer sich der Debatte bewusst ist, aber nicht aktiv daran teilnehmen möchte. Das Spiel gegen Real Madrid, ein sensationelles Duell, sei eben wichtiger als die Nationalmannschaft, so Neuer.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Neuer mit weiteren Glanzleistungen seine Entscheidung revidiert. Denn eines ist klar: Die Fußballwelt wird genau hinschauen, ob der fünffache Welttorhüter seine Ambitionen im DFB-Tor endlich offenbart oder weiterhin vorrangig die Interessen des FC Bayern vertritt. Die Frage ist nicht, ob Neuer spielen kann, sondern ob er spielen will – und das könnte die entscheidende Frage für das deutsche Team bei der WM sein.
