Neuer regel-entwurf: fifa und ifab wollen zeitspiel im fußball stoppen

Zeitspiel im fokus: fifa und ifab planen regeländerungen

Die Diskussion um Zeitspiel im Fußball ist allgegenwärtig. Ein Großteil der regulären 90 Minuten Spielzeit wird durch Unterbrechungen geschmälert, was die Attraktivität für die Fans mindert. Nun ziehen die FIFA und das International Football Association Board (IFAB) Konsequenzen und planen weitreichende Regeländerungen, um dem Zeitspiel entgegenzuwirken.

Die geplante „auszeit“ für verletzte spieler

Die geplante „auszeit“ für verletzte spieler

Einer der zentralen Punkte der geplanten Reformen betrifft die Behandlung von verletzten Spielern. Künftig könnten Spieler, die auf dem Feld medizinisch versorgt werden müssen, für eine Minute vom Spiel ausgeschlossen werden, bevor sie wieder ins Geschehen eingreifen dürfen. Diese Regel soll auf der kommenden Jahreshauptversammlung des IFAB am Samstag offiziell beschlossen werden. Aktuell haben die einzelnen Ligen noch Spielraum bei der Festlegung der Dauer, die ein verletzter Spieler außerhalb des Feldes verbringen muss.

Erste tests und kritik an der neuen regelung

Die Idee einer festen Regelung war bereits im Januar auf einer IFAB-Sitzung entstanden. Im Dezember gab es bereits einen ersten Testlauf beim Arabien-Pokal, wo die Auszeit sogar zwei Minuten betrug. Die nun angestrebte Verkürzung auf eine Minute ist eine Reaktion auf kritische Stimmen, die befürchten, dass eine zu lange Auszeit verletzt Spieler benachteiligen könnte, insbesondere wenn Verletzungen simuliert werden, um Zeit zu schinden.

Ausnahmen und sonderregelungen für bestimmte spieler

Das IFAB plant offenbar Ausnahmen für die neue Regelung. So sollen Spieler, deren Team eine Gelbe oder Rote Karte gegen den Gegner erwirkt, nicht vom Feld geschickt werden müssen. Ebenso sollen Torhüter und Elfmeterschützen von der Regel ausgenommen sein. Diese differenzierte Herangehensweise soll sicherstellen, dass die Regel fair und praktikabel angewendet wird.

Weitere regeländerungen im blick

Neben der Regelung für verletzte Spieler plant das IFAB weitere Anpassungen. Nach dem erfolgreichen Test der Acht-Sekunden-Regel für Torhüter, die den Ball maximal so lange in den Händen halten dürfen, sollen ähnliche zeitliche Begrenzungen auch für Abstöße und Einwürfe eingeführt werden. Auch bei Auswechslungen soll es eine 10-Sekunden-Frist geben, andernfalls darf der Ersatzspieler nicht eingewechselt werden, was zu einem vorübergehenden Unterzahlspiel führen könnte.

Var erhält mehr befugnisse

Auch der Video Assistant Referee (VAR) soll in Zukunft mehr Befugnisse erhalten. Neben der Überprüfung von klaren und offensichtlichen Fehlentscheidungen bei Toren und Strafstößen könnte der VAR künftig auch bei der Vergabe einer zweiten Gelben Karte eingreifen. Als optionale Regel könnte der VAR zudem auch Eckbälle überprüfen. Diese Neuerungen könnten bereits bei der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) in Kraft treten.

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