Neuer patzt: maier kritisiert – und sieht die wm-chancen schwinden

Ein Patzer, der schmerzt: Manuel Neuer, die deutsche Torwart-Legende, hat im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador einen vermeidbaren Fehler gemacht. Das 1:2 durch eine Kopfballverlängerung, die Neuer hätte halten müssen, sorgt nun für hitzige Diskussionen – und für deutliche Worte von Torwart-Urgestein Sepp Maier.

Die reaktion des kapitäns: keine schuld eingestanden

Die reaktion des kapitäns: keine schuld eingestanden

Während Neuer nach dem Spiel betonte, er trage keine Schuld an dem Gegentreffer, zeigte sich Maier wenig beeindruckt. „Manu, früher hättest du den souverän gehalten!“, polterte der 82-Jährige bei Sport1. Er räumte ein, dass die Situation unglücklich aussah und verstand die Reaktion des DFB-Kapitäns, der sich von den Reportern einen großen Fehler unterstellen lässt. „Manu ist nicht der Sündenbock für diese Niederlage. Das ist einfach nicht fair.“

Neuer selbst verteidigte sich: Eine „normale Kopfballverlängerung“, so der 40-Jährige, er habe lediglich versucht, den Ball zu fangen. Eine ganz normale Situation, wie er sie sah. Doch Maier konterte: „Da muss er sich schon an die eigene Nase fassen.“

Die sportliche Bedeutung der Niederlage ist gering – das DFB-Team war bereits vor dem letzten Gruppenspiel sicher für die K.o.-Runde qualifiziert. Aber der Auftritt war erschreckend schwach, wie Maier anmerkte. Neuer müsse aktiver agieren, statt auf den Ball zu warten. Ein Torwart seiner Klasse müsse in solchen Situationen entschlossener handeln.

Die Erwartungen an Neuer sind enorm. Er hat Deutschland so oft gerettet, dass man fast vergisst, dass auch er Fehler machen kann. Gerade deshalb wird seine Leistung so kritisch bewertet. Maier betonte jedoch auch, dass Neuer über viele Jahre Maßstäbe gesetzt habe und weiterhin ein außergewöhnlicher Keeper sei.

Es war kein Drama-Spiel, die Qualifikation war bereits sicher. Aber Maier warnt: „In der K.o.-Runde werden solche Situationen brutal bestraft. Da muss Manu wieder der Alte sein.“ Die Weltmeisterschaft 1974, in der Maier selbst glänzte, steht als Mahnung im Raum.

Trotz des Patzers bleibt Maier bei seiner Einschätzung: Neuer ist die klare Nummer eins im deutschen Tor und wird auch in der K.o.-Phase als Führungsspieler fungieren. Denn eines ist klar: Die deutsche Mannschaft braucht ihren erfahrenen Kapitän, um in der Endrunde bestehen zu können.