Neuer blockt wm-comeback aus – nagelsmann in der bredouille?
Madrid – Manuel Neuer hat mit einer Ansage ordentlich für Aufsehen gesorgt. Nach dem überzeugenden 2:1-Sieg des FC Bayern gegen Real Madrid im Champions-League-Viertelfinale schloss der Torwart ein Comeback bei der Weltmeisterschaft kategorisch aus. Der Fokus liege nun voll und ganz auf den Aufgaben mit dem Rekordmeister, so die klare Botschaft des 40-Jährigen.

Matthäus' plädoyer verhallt ungehört
Lothar Matthäus, der Rekordnationalspieler, hatte sich vehement für eine Rückkehr Neuers ins DFB-Team eingesetzt. „Dieser Neuer ist Weltklasse, gehört in die Nationalmannschaft“, betonte er bei Sky Austria. Ob Bundestrainer Julian Nagelsmann seine Worte erhört, bleibt abzuwarten. Doch Neuers Reaktion deutet auf eine andere Sichtweise hin. Die Gerüchte über eine angespannte Beziehung zwischen Neuer und Nagelsmann, die Matthäus als „zerschnitten“ bezeichnete, scheinen weiterhin belastend zu wirken.
Während im DFB-Team Neuers Rücktritt weiterhin feststeht, ist seine Zukunft beim FC Bayern alles andere als beschlossene Sache. Sein Vertrag läuft aus, und die jüngsten Muskelfaserrisse in der Wade haben die Diskussionen zusätzlich angeheizt. Allerdings scheint der Routiniers nicht allzu besorgt. „Wir haben alle Zeit der Welt, wir sind da entspannt“, erklärte er gelassen.
Ein Detail, das viele übersehen: Neuers gesundheitliche Verfassung spielte ebenfalls eine Rolle bei seiner Entscheidung. Er gab zu, dass er mit Magen-Darm-Beschwerden zu kämpfen hatte, was seinen Körper geschwächt habe. „Das waren Kleinigkeiten, wie so ein Schnupfen da unten an der Wade, aber das dauert halt auch seine Zeit“, so Neuer.
Sportvorstand Max Eberl sieht die Sache pragmatisch: „Er braucht keine großen Argumente mehr liefern. Er soll einfach nur gesund bleiben, mutig bleiben. Und dann werden wir uns hinsetzen.“ Die nächsten Spiele im April werden entscheidend sein, um Neuers Zukunft zu klären. Tchouaméni lobte Neuer als „einen der Besten der Geschichte“, was die Wertschätzung für den deutschen Torhüter unterstreicht. Doch Neuers eigene Entscheidung wiegt schwerer.
Die Leistung gegen Real Madrid war zweifellos beeindruckend, doch die WM-Debatte scheint für Neuer vorerst irrelevant. Sein Blick ist nach vorne gerichtet – auf den FC Bayern und die Herausforderungen, die noch vor ihm liegen. Die Frage, ob Nagelsmann seine Sturheit überwinden und um den geballten Torwart-Können bitten wird, bleibt vorerst unbeantwortet.
