Neapel: ex-torhüter brkić fordert umbruch im tor – milinkovic-savic als neue nummer eins

Napoli steht vor einer entscheidenden Phase. Nach dem zweiten Platz in der Serie A und dem verpassten Champions-League-Titel drängen die Verantwortlichen auf frischen Wind. Ein Name, der in diesen Diskussionen immer wieder auftaucht, ist Zeljko Brkić, ehemaliger Torwart und Experte. Er liefert nun eine klare Ansage: Vanja Milinkovic-Savic soll die neue Nummer Eins werden, Alex Meret soll verkauft werden.

Brkić: moderne torwart-anforderung ist entscheidend

Brkić: moderne torwart-anforderung ist entscheidend

Im Gespräch bei Radio Kiss Kiss Napoli machte Brkić deutlich, dass die Zeiten des klassischen Torwarts vorbei sind. „Schon in meiner Zeit hat sich dieser Prozess vollzogen, dass ein Torwart ins Spiel involviert ist und 20 bis 40 Mal pro Spiel am Ball ist“, so der ehemalige Udinese-Keeper. Milinkovic-Savic, so Brkić, verkörpere genau diesen modernen Torwarttyp – technisch versiert und spielstark. Aktuelle Top-Trainer suchen nach Torhütern, die nicht nur parieren, sondern auch aktiv am Spielaufbau teilnehmen, präzise Pässe spielen und das Spiel lesen können. „Du musst ein Monster mit den Füßen sein, ein Talent, wie ein Profi“, betonte Brkić.

Die Entscheidung, wer das Tor hütet, soll Trainer Allegri treffen. Er wird die Leistungen von Milinkovic-Savic und Meret genau unter die Lupe nehmen, Gespräche mit den Spielern und seinem Staff führen und letztendlich eine Entscheidung treffen. Dabei wird auch die Spielphilosophie von Allegri eine Rolle spielen: Wie viel Wert legt er auf die Einbindung des Torwarts in den Spielaufbau?

Die Saison des Napoli war zwar insgesamt erfolgreich, doch die Champions League verlief enttäuschend. Milinkovic-Savic zeigte solide Leistungen, ließ im Schnitt einen Treffer pro Spiel zu und parierte sogar drei Elfmeter.

Die Frage ist: Kann Napoli mit Milinkovic-Savic und einem neuen Torwartkonzept in der kommenden Saison die Dominanz der Inter Mailand brechen und in Europa erfolgreicher sein? Die Zeichen stehen gut, wenn Allegri die richtige Entscheidung trifft und den Mut hat, auf junge Talente zu setzen. Denn eines ist klar: Im modernen Fußball ist der Torwart längst kein reiner Defensivspieler mehr, sondern ein wichtiger Bestandteil der Offensive.