Napoli nach drei-tage-pause mit turbo-start gegen lecce: lobotka zurück, vergara fällt aus

Drei Tage gönnte Antonio Conte seiner Truppe nach dem 2:1 gegen Turin – jetzt knallt es wieder. Am Samstag empfängt der SSC Napoli das überraschend starke Lecce, und die erste Trainingseinheit nach der Kurzurlaub-Pause liefert die nächste Personal-Wechseltaste: Stanislav Lobotka meldet sich fit, Pablo Vergara muss mit einer Plantarfasziitis passen.

Contes belohnung wird zur belastungsprobe

Die Sieg-Prämie des Coaches war ein Sonderurlaub – ungewöhnlich in der englischen Woche, aber wir kennen Conte: Er rechnet knapp. Die Champions-League-Qualifikation ist Pflicht, der Vorsprung auf den fünften Platz nur zwei Zähler. Deshalb schraubte er die Lautstärke am Mittwoch sofort wieder auf Maximum. Doppelpass, Pressing, Gegenpressing – kein Sonntags-Plausch in Castel Volturno.

McTominay trainierte individuell, aber mit Vollgas. Die Knie-Reizung ist abgeklungen, ein Einsatz gegen Lecce ist laut interner Planung „wahrscheinlich“. Lobotka dagegen schwang sich sofort ins Mannschaftsprogramm. Der Sloake steuert die Räume, die Conte seit Wochen vermisst: flache Anspielstation, Tempo-Dreher, Schnittstellen-Öffner. Ohne ihn lief Napelis Mittelfeld wie ein Auto mit nur drei Zylindern.

Vergara fällt aus – de bruyne und anguissa liefern die konkurrenz

Vergara fällt aus – de bruyne und anguissa liefern die konkurrenz

Pablo Vergara zog sich gegen Turin eine Plantarfasziitis zu. Schmerzhaft, langwierig, ein Albtraum für Flügelspieler. Conte wird ihn mindestens zehn Tage schonen, das bedeutet: Fix-Aus gegen Lecce und wahrscheinlich auch beim Auswärtsspiel in Florenz. Die Lücke füllt womöglich Kevin De Bruyne, der nach Adduktoren-Problemen wieder voll da ist. Daneben steht André-Frank Anguissa bereit – ein Luxus, den Napoli so zuletzt selten hatte.

Die Zahlen sprechen für Conte: Mit Lobotka auf dem Platz kassierte Napoli in dieser Saison nur 0,7 Gegentore pro Partie – ohne ihn 1,4. Die Balleroberungen im Mittelfeld stiegen um 18 Prozent, wenn der 29-Jährige spielte. Kleine Differenz, große Wirkung.

Lecce kommt mit Selbstvertrauen: drei Siege in den letzten fünf Spielen, 22 Punkte aus 13 Auswärtspartien. Trainer Marco Baroni schickt seine Mannschaft nicht mehr zum Deckungsverband, sondern setzt auf hohe Kette und schnelles Umschalten. Genau die Baustelle, an der Napoli in den vergangenen Wochen krankte. Conte wird seine Außenverteidiger dazu anweisen, früh zuzustechen, damit Lecce nicht ins Laufen kommt.

Die Partie ist mehr als drei Punkte. Sie ist ein Gradmesser dafür, ob Napoli die Rückrunde wirklich im Sprint-Modus angeht oder doch wieder in alte Zweifel verfällt. Conte selbst sagte am Rande des Trainings nur: „Wir haben keine Zeit mehr für Experimente, jeder Tag zählt doppelt.“

Am Samstag um 18.00 Uhr rollt der Ball. Dann wird sich zeigen, ob die drei freien Tage neue Energie gesetzt oder nur Luft nach oben erzeugt haben. Für Napoli gilt: entweder Vollgas oder Nachspielzeit – in der Tabelle und im Kopf.