Musleras-patzer schmeißt uruguay raus: spanien weiter!
Guadalajara – Schock und Enttäuschung für Uruguay: Bei der Weltmeisterschaft in Mexiko ist das Team von Trainer Marcelo Bielsa bereits nach der Gruppenphase ausgeschieden. Ein gravierender Fehler von Torwart Fernando Muslera ermöglichte Spanien einen müden, aber entscheidenden Sieg – und beendet die Hoffnungen der „Celeste“ auf eine erfolgreiche WM-Teilnahme.
Die entscheidung: ein patzer, der eine nation in tränen versetzt
Die Partie verlief bis zur 42. Minute erstaunlich torlos. Spanien, als Europameister ins Turnier gestartet, tat sich gegen die bissigen, aggressiven Uruguayer schwer. Die Ballkünstler von Trainer Luis de la Fuente leisteten sich ungewöhnlich viele Fehler im Spielaufbau, was vor allem der Entschlossenheit der Südamerikaner zu verdanken war, die um ihr Überleben in der Gruppe kämpften. Doch dann kam der Moment, der alles veränderte: Musleras Patzer. Ein vergleichsweise harmloser Schuss von Alex Baena rutschte dem erfahrenen Torwart durch die Finger und landete im Netz. Ein Geschenk, das Spanien dankbar annahm.
Bielsa reagiert: Rochet ersetzt Muslera. Die Enttäuschung war dem uruguayischen Trainer anzusehen. Kurz darauf nahm er Muslera vom Platz und brachte Sergio Rochet. Ein Eingeständnis der Schwäche und ein Versuch, das Blatt zu wenden. Doch die Wirkung blieb aus.
Uruguay warf alles nach vorne, doch die Abwehr von Spanien hielt stand. Der Sturm und Drang der Südamerikaner führte zu Lücken, die Spanien jedoch nicht konsequent ausnutzen konnte. Ferran Torres scheiterte in der 86. Minute an der Latte – ein weiteres Zeichen des Tagesglücks der Spanier. Agustin Canobbio sah zudem in der Nachspielzeit die Rote Karte, was die Lage für Uruguay zusätzlich erschwerte.
Vor den Augen des spanischen Königs Felipe VI. demonstrierte Spanien zwar nicht die spielerische Brillanz, die man von ihnen erwartet hätte, aber sie zeigten die nötige Effizienz und mentale Stärke, um den Sieg gegen ein kämpfendes Uruguay zu holen. Mit sieben Punkten aus drei Spielen sicherte sich Spanien den ersten Platz in Gruppe H und trifft im Sechzehntelfinale auf den Zweitplatzierten der Gruppe J – womöglich Österreich unter dem neuen Bundestrainer Ralf Rangnick.
Für Uruguay hingegen bedeutet das vorzeitige Aus eine bittere Pille. Nach drei enttäuschenden Auftritten kehrt das Team um Kapitän Federico Valverde von Real Madrid ohne Punktgewinn in die Heimat zurück. Im Land des Ex-Weltmeisters wird es nun ordentlich brummen. Die Frage, wie die „Celeste“ mit dieser Niederlage umgehen und sich für die Zukunft neu aufstellen wird, bleibt offen.

Ein könig sieht zu, eine nation weint
Die Bilder des spanischen Königs, der angespannt zusah, wie sein Team sich gegen alle Widerstände durchsetzte, stehen im krassen Gegensatz zu den Gesichtern der uruguayischen Fans, die ihre Tränen nicht zurückhalten konnten. Ein Abend voller Kontraste und ein deutliches Zeichen: Im Fußball kann eine Einzelaktion – ein Patzer eines Torwarts – eine ganze Nation in die Knie zwingen.
