Musiala: hainer verteidigt superstar – kahn kritisiert!

München – Der FC Bayern München meldet sich vehement in der Debatte um Jamal Musiala und seine mögliche Teilnahme an der Weltmeisterschaft im Sommer. Präsident Herbert Hainer widersprach Oliver Kahn, dem ehemaligen Vorstandsboss, und betonte Musialas enorme Bedeutung für das Team. Eine klare Ansage im Angesicht der Diskussion, ob der talentierte Offensivspieler seine Kräfte stattdessen für eine Stabilisierung seiner Form einsetzen sollte.

Die kahn-kritik und hainer

Die kahn-kritik und hainer's antwort

Oliver Kahn hatte im Sky-Talk geraten, Musiala solle auf die WM in den USA, Mexiko und Kanada verzichten, um an seiner Form zu arbeiten. Eine Empfehlung, die im Lager der Bayern-Verantwortlichen auf wenig Gegenliebe stieß. Hainer konterte deutlich: „Das verstehe ich überhaupt nicht. Jeder Fußballer will zur WM. Und wenn Jamal fit ist, ist er einer der absolut Besten, den wir in Deutschland haben.“ Eine Aussage, die die Unterstützung für den jungen Star unterstreicht und gleichzeitig die Kritik an Kahn’s Ratschlag in den Raum stellt.

„Jede Mannschaft der Welt möchte so einen im Team haben“, so Hainer weiter. Die Worte des Präsidenten zeigen die hohe Wertschätzung, die Musiala genießt. Auch Sportvorstand Max Eberl betonte die Notwendigkeit einer behutsamen Reintegration nach der schweren Verletzung. „Wir wussten, die Reintegration wird Zeit benötigen, sowohl physisch, aber auch für den Kopf“, erklärte Eberl vor dem Spiel gegen St. Pauli.

Musiala selbst kehrte Mitte Januar nach seiner schweren Sprunggelenksverletzung in die Bundesliga-Mannschaft zurück. Der Offensivspieler erlitt im vergangenen Sommer bei der Klub-WM eine schwere Verletzung, bei der sein linkes Sprunggelenk ausgerenkt und das Wadenbein gebrochen war. Sein Tor zum 1:0 gegen St. Pauli, das gleichzeitig das 101. Tor der Bayern in dieser Bundesliga-Saison war, war nicht nur ein Zeichen seiner Rückkehr, sondern auch ein Beweis für seine unbändige Freude am Spiel.

Die lange Pause hinterlässt zwar noch Spuren, doch Musiala scheint den „Mut“ wiedergefunden zu haben, ohne Zögern ins Spiel zu gehen, wie Eberl beobachtete. Der Weg zurück zur absoluten Topform ist zwar noch nicht komplett abgeschlossen, aber die Zeichen stehen gut, dass Musiala bei der WM eine wichtige Rolle spielen könnte. Die Debatte um seine Teilnahme zeigt aber auch, wie hoch die Erwartungen an den jungen Star sind und wie sehr er das Team verstärkt, wenn er in Form ist.

Die Entscheidung, ob Musiala zur WM fährt, liegt letztendlich bei ihm und Bundestrainer Julian Nagelsmann. Doch eines ist klar: Die Unterstützung des FC Bayern München steht ihm dabei zur Seite. Die Bayern wollen ihn bei der WM sehen – und das ist mehr als nur eine nette Geste.