Müller und hummels packen aus: so schwer wird die wm für kimmich & co.
Zwölf Jahre ohne Titel, zwei Vorrunden-K.o.s – und jetzt dies: Thomas Müller und Mats Hummels sprechen Klartext über die Last, die auf der sogenannten „Generation Kimmich“ lastet. Ihr Fazit: Die kommende WM wird zur Zerreißprobe.
„Viele turniere hat diese generation nicht mehr“
Bei der MagentaTV-Präsentation ihrer Expertenrolle für die Weltmeisterschaft 2026 ließen die beiden Weltmeister von 2014 kein Blatt am Mund. Hummels: „Die Qualität ist da, klar. Aber der Druck? Der ist brutal.“ Müller nickte: „Für Deutschland zu spielen ist das Schönste – und manchmal das Grausamste.“
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Seit 2014 wartet die DFB-Elf auf einen Titel, 2018 und 2022 folgte die Blamage. Die Heim-EM 2024 war nur ein Alibi-Sieg: Viertelfinale, raus gegen Spanien, wieder ein Schiedsrichter-Zwischenfall. Mehr Stabilität? Fehlanzeige.

Der selbst-druck ist der härteste
Was Außenstehende oft vergessen: Der größte Gegner sitzt im eigenen Kopf. Hummels: „Die Jungs brennen darauf, endlich wieder zu liefern. Der Erwartungsdruck von außen ist groß, der von innen noch größer.“ Müller ergänzt: „Wenn du weißt, dass 80 Millionen Menschen dich bewerten, wird aus einem Pass kein Pass mehr – sondern ein Statement.“
Die „Generation Kimmich“ – also Joshua Kimmich, Jamal Musiala, Florian Wirtz & Co. – muss nun liefern, was ihre Vorgänger versprochen, aber nicht gehalten haben: Dominanz. Hummels fordert: „In allen drei Gruppenspielen muss Deutschland klar dominieren. Punkt.“

Die lösung liegt nicht im talent, sondern im kopf
Die Kader-Qualität ist unbestritten. Doch das reicht nicht. Müller: „Talent allein holt keine Titel. Es braucht eine mentale Stahlkammer.“ Die Mannschaft muss lernen, mit dem Erwartungsmonster zu leben – sonst wird die WM 2026 zur nächsten Ernüchterung.
Die Uhr tickt. Noch 15 Monate bis zur Eröffnung. Für Kimmich & Co. beginnt jetzt die eigentliche Vorbereitung: nicht auf dem Rasen, sondern zwischen den Ohren.
