Müller bremst wm-erwartungen: deutschland kein top-favorit

Müller sieht deutschland bei der wm als außenseiter

Thomas Müller, der ehemalige Nationalspieler und aktuelle Profi bei den Vancouver Whitecaps, hat der deutschen Nationalmannschaft für die kommende Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada nur Außenseiterchancen eingeräumt. In einem Interview mit dem „kicker“ äußerte er sich skeptisch bezüglich der Titelambitionen des Teams. Es sei zwar möglich, jede Top-Nation an einem guten Tag zu schlagen, aber die Konstanz fehle, um selbst kaum bezwingbar zu sein.

Unterschied zwischen einzelkämpfen und konstanz

Unterschied zwischen einzelkämpfen und konstanz

„Wir haben genügend Qualität, um jede Top-Nation an einem einzelnen Tag zu schlagen. Aber ich sehe umgekehrt die Stabilität nicht, dass wir kaum zu schlagen wären“, so Müller. Er betonte den Unterschied zwischen dem Potential für einzelne Erfolge und der Fähigkeit, über einen längeren Zeitraum konstant auf höchstem Niveau zu performen. Dies sei ein entscheidender Faktor, um zu den engsten Kreis der Favoriten zu gehören.

Übergang seit 2018 sei misslungen

Müller sieht im Kern das Problem in einem misslungenen Übergangsprozess seit der Weltmeisterschaft 2018. Die neue Generation von Spielern mangele es an erfahrenen Leistungsträgern, die regelmäßig in den entscheidenden Phasen der Champions League erfolgreich sind. „Diese Entwicklung müsse wieder einsetzen, um zu den Top-3-Kandidaten auf den WM-Titel zu gehören“, analysierte der Routinier.

Trotzdem: alles geben für das finale

Dennoch appellierte Müller an die Spieler, mit der maximalen Einstellung ins Turnier zu gehen. „Jeder der Spieler sollte mit dem Mindset ins Turnier gehen, alles in die Waagschale zu werfen, um das Finale möglich zu machen“, forderte er. Er betonte, dass er Deutschland den Titel „natürlich“ gönne, auch wenn er die Chancen realistisch einschätze.

Wm-fieber in kanada spürbar

Als Spieler der Vancouver Whitecaps erlebt Müller die Vorfreude auf die Weltmeisterschaft hautnah mit. Er berichtete, dass die Menschen in Kanada bereits jetzt viel über das Turnier sprechen und es mit den Olympischen Winterspielen 2010 vergleichen. „Wenn die Spiele beginnen, werden alle aus dem Häuschen sein“, prognostizierte er. Zwei Gruppenspiele werden in Vancouver ausgetragen, was die Begeisterung zusätzlich befeuert.

Gute chancen für kanada

Müller traut dem Co-Gastgeber Kanada durchaus eine gute WM-Rolle zu. Er sieht das Team seit geraumer Zeit auf einem guten Weg und wettbewerbsfähig. „Sie haben neben Alphonso Davies viele gute Spieler“, lobte Müller. Ein Erreichen des Achtel- oder sogar des Viertelfinales wäre für Kanada ein großer Erfolg.

Weitere wm-news

Neben Müllers Einschätzung gibt es weitere aktuelle Entwicklungen rund um die Weltmeisterschaft. So mehren sich die Zweifel an der Sicherheit in Mexiko, während Curaçao einen neuen Trainer suchen muss. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, und die Spannung steigt, während die Weltmeisterschaft in weniger als 100 Tagen beginnt.