Müller: bayern-deal für brown? nagelsmanns wm-ziele!
Thomas Müller hat im Rahmen seiner neuen Rolle als MagentaTV-Experte die Gerüchteküche um einen möglichen Wechsel von Nathaniel Brown zum FC Bayern München weiter angeheizt. Der Weltmeister von 2014 äußerte sich nicht nur über den Frankfurter Linksverteidiger, sondern auch über die Chancen der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in den USA – und sorgte dabei für einige Überraschungen.
Brown: ein bayern-kandidat mit potenzial?
Die Frage, ob Nathaniel Brown, dessen Vertrag in Frankfurt bis 2030 läuft, in München passen würde, beantwortete Müller zunächst mit einem Augenzwinkern. Das Management und die Vertragssituation seien natürlich entscheidend, räumte er ein, doch lobte dann das Potenzial des 22-jährigen Nationalspielers unmissverständlich: „Von den Qualitäten her auf jeden Fall! Wenn du als Spieler zum FC Bayern wechselst, hast du eine brutale Konkurrenz – aber er ist ein Spieler, der auf jeden Fall interessant ist. Ich glaube, das sieht jeder.“ Diese Einschätzung scheint mit den internen Überlegungen der Bayern-Bosse übereinzustimmen. Dem Vernehmen nach haben Max Eberl und Christoph Freund bereits Gespräche mit Brown geführt, wobei die Ablöseforderung der Eintracht bei satten 65 Millionen Euro liegen soll.
Ein stolzer Preis für einen Spieler, der zwar noch bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag steht, aber dessen Wechsel nach München die Abwehrreihe der Bayern deutlich verstärken könnte. Ob die Summe letztendlich stemmbar ist, bleibt abzuwarten – doch das Interesse des FC Bayern ist unverkennbar.

Wm-titel: deutschland noch nicht als top-favorit
Neben den Transfergerüchten sprach Müller auch über die deutsche Nationalmannschaft und ihre Chancen bei der WM. Er zeigte sich jedoch zurückhaltend, das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann bereits jetzt zu den absoluten Top-Favoriten zu zählen. „Es schreit jetzt für mich nicht schon nach: ‚Oh ja, das Finale ist gebucht!‘“ So Müller, der den aktuellen Stand mit der Weltmeister-Mannschaft von 2014 verglich. „Wir waren auf einem guten Weg mit neun Siegen in Folge. Aber vom Gefühl her hatten wir 2014 mit Spielern wie Mesut Özil oder Sami Khedira eine Achse, die ein bisschen mehr an ihrem Höhepunkt war.“
Obwohl Müller das deutsche Team nicht abwertet, betonte er, dass noch Luft nach oben ist. Er sieht in Spielern wie Musiala und Wirtz zwar großes Potential, aber auch einen Entwicklungsprozess, der noch nicht abgeschlossen ist. Stattdessen tippt er auf Spanien als Favoriten, lässt aber die Möglichkeit offen, dass Deutschland ihn überraschen könnte.

Verletzungspech: karl verpasst die wm
Ein weiterer Aspekt, den Müller ansprach, war die kurzfristige Absage von Lennart Karl wegen einer Muskelverletzung. „Für den einzelnen Spieler, der rausfällt, ist das kurzfristig eine Katastrophe“, so Müller. Doch er ermutigte den jungen Talentierten, die Verletzung als Chance für einen Neuanfang zu sehen und noch stärker zurückzukommen. Ein Rückschlag sei eben nur der Start für den Neuanfang.
Müller demonstrierte damit die Haltung eines erfahrenen Athleten, der auch in schwierigen Situationen den Blick nach vorne richtet. Ein Verhalten, das auch für die deutsche Nationalmannschaft bei der WM in den USA von Bedeutung sein wird. Denn eines ist klar: Auch wenn die Chancen auf den WM-Titel nicht die größten sind, so bietet die Reise in die USA doch eine wertvolle Gelegenheit, neue Spieler zu entdecken und den Grundstein für zukünftige Erfolge zu legen.
