Movistar lockt zwei juwelen: lópez und calderón unterschreiben bis 2028

Es ist angerichtet. Movistar Team Academy sichert sich zwei Jahre vorab die Dienste von Raúl López und Jerónimo Calderón – ein veritabler Double-Coup, der das Talent-Förderprogramm der Telefónica-Truppe auf ein neues Level hebt. López kommt aus dem eigenen Nachwuchs, Calderón aus Kolumbien, und beide bekommen einen Langfristvertrag bis 2028. Selten war eine Academy so kühn und so früh.

Zwei typen, ein ziel: profi werden

López, 18, stammt aus dem Baqué Movistar Team und liefert statt Zahlen Geschichten: Sieg beim Aitxekutz Saria, Zweiter in der Gesamtwertung der Vuelta a los Valles Cántabros, Dritter in der Volta Castelló. All das fuhr er auf Asphalt, nachdem er bis 2023 noch mit dem MTB und im Cyclocross unterwegs war. „Ich habe mit dem Mountainbike angefangen, weil es direkt Spaß macht“, sagt er, während er die neue Vize-Weltmeister-Trikot-Farbkombi überstreift. „Diese Farben zu tragen war mein Traum, seit ich denken kann.“

Calderón bringt eine andere DNA mit. Der Antioqueño wechselte erst vor drei Jahren vom Eiskanal (Inline-Skating) auf Asphalt und fegte prompt alles weg: Gold bei den Kolumbianischen Jugendspielen im Zeitfahren, Silber an den Bolivarianischen Jugendspielen, Junioren-Panamerika-Titel 2025. „Mein Vater fuhr MTB, meine Cousins sind Profis. Die Familie lebt Radsport“, erzählt er, während er die Cranks seines neuen Canyon prüft. Für ihn ist Europa keine Droge, sondern die logische nächste Station.

Sebastián unzué packt die koffer selbst

Sebastián unzué packt die koffer selbst

Sebastián Unzué, der Academy-Direktor, reist extra nach Pamplona und Manizales, um die Verträge persönlich zu unterzeichnen. „Wir haben nicht zwei Fahrer verpflichtet – wir haben zwei Persönlichkeiten mit Charakter und Potenzial extrem schnell befördert“, lacht er und streicht dabei eine virtuelle Checkliste ab: Zeitfahren, Hügel, Kopf. Alles abgehakt.

Die Philosophie steht: López mit seinem Hang zur Vielfalt und Calderón mit dem kolumbianischen Sprint-Gen sollen sich gegenseitig schärfen. Ein internes Ranking, das nur ein Ziel kennt: Grand-Tours 2029. „Wer hier bis 28 bleibt, hat die Tour de France schon im Visier, sagt Unzué und tippt auf die Tafel mit der Route des nächsten Trainingslagers in Sierra Nevada.

Zwei neue puzzleteile für die zukunft

Zwei neue puzzleteile für die zukunft

Die Academy hat jetzt ein Duo, das zwei Kontinente verbindet: Spanische Bodenständigkeit trifft kolumbianische Explosivkraft. López wird die europäischen Klassiker als Lehrmeister nutzen, Calderón jagt in der Vuelta a Burgos die ersten WorldTour-Watts. Zeitfenster: zwei Jahre, finanziert, betreut, medizinisch abgesichert.

Am Ende bleibt eine Botschaft: Movistar investiert nicht nur in Motoren, sondern in Charakter. Und die beiden Neuen wissen: Wer 2028 noch dabei ist, fährt 2029 direkt ins WorldTour-Team. Keine Frage, nur Fakt.